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Frankreich: Polizei behindert Journalisten während Berichterstattung

Frankreich: Polizei behindert Journalisten während Berichterstattung
Éric Drouet während seiner Verhaftung.
Einer der Wortführer der Gelbwesten ist erneut bei einer Demonstration festgenommen worden. Éric Drouet wurde am Mittwochabend in Paris in Gewahrsam genommen. Während der Verhaftung wurde ein Journalist von der Polizei offenbar massiv angegangen.

Drouet habe mit etwa 50 weiteren Anhängern der Gelbwesten Kerzen am Place de la Concorde aufgestellt, um der Verwundeten der Bewegung zu gedenken, berichtete der Sender France Info. Demnach wurde er wegen Organisation einer nicht angemeldeten Demonstration festgenommen. Auf TV-Bildern war ein Gerangel zwischen Polizisten, Demonstranten, Drouet und Journalisten zu sehen.

Eric Drouet, ein Anführer der Gelbwesten-Bewegung, neben seinem Anwalt Kheops Lara, 23. Dezember 2018.

Drouet ist einer der bekanntesten Vertreter der Gelbwesten und wurde bereits bei einer Demonstration im Dezember festgenommen. Er ruft immer wieder zu neuen Protesten der Bewegung auf und ist nicht unumstritten. Der Lastwagenfahrer hatte eine Kontroverse ausgelöst, als er während einer TV-Sendung forderte, bei Demonstrationen den Élyséepalast zu betreten.

Der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon lobte Drouet am Mittwoch überschwänglich in einem Blogbeitrag. "Möge dieses Jahr Ihr Jahr sein und das des Volkes, das wieder souverän wird", schrieb Mélenchon unter dem Titel "Danke, Herr Drouet". Der Oppositionspolitiker verurteilte die neuerliche Festnahme und warf der Polizei Machtmissbrauch vor.

Während der Festnahme kam es offenbar zu einem Übergriff der Polizei gegenüber dem französischen Journalisten Rémy Buisine. Der Journalist erklärte, dass er nicht in der Lage gewesen sei, den gesamten Verlauf der Verhaftung Drouets zu filmen, weil ein Polizist ihn "am Hals packte" und ihn "30 Sekunden lang" gegen einen LKW drückte. In einer Videoübertragung auf Twitter ist zu sehen, wie der Journalist wütend auf einen Polizisten einredet.

"Das ist ein Skandal! Ich drehte, ich wurde am Hals erwischt", ruft der Journalist vor einem Polizisten des Sondereinsatzkommandos CRS. "Jeder ist ein Zeuge. Sie respektieren die Pressefreiheit nicht, Monsieur! Es ist eine Schande", ruft ein sichtlich erregter Buisine dem Polizisten zu. "Respektiere Journalisten, respektiere die Pressefreiheit!"

Gegen Ende dieses Twitter-Videos hört man Buisine rufen: "Lasst mich los!" Dann bricht das Video ab.

Der Journalist, der einen Presseausweis besitzt und viele Demonstrationen durch Streaming-Videos auf Facebook abdeckt, erklärte einer anwesenden Person vor Ort gegenüber: "Ich habe Eric Drouets Verhaftung gefilmt, und dann hat mich irgendwann ein CRS am Hals gepackt, mich gegen den Truck gestoßen." Und weiter:

Ich konnte atmen, aber er hielt mich 30 Sekunden lang fest, so dass ich nicht filmen konnte, was passierte. Das ist wirklich empörend, denn ich denke, dass wir als Journalisten in der Lage sein müssen, richtig zu arbeiten.

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