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Nach neun Monaten Haft: Ehemalige Sprecherin des katalanischen Parlaments hofft auf Hilfe der EU

Nach neun Monaten Haft: Ehemalige Sprecherin des katalanischen Parlaments hofft auf Hilfe der EU
Carme Forcadell, ehemalige Sprecherin des katalanischen Parlaments, Barcelona, Spanien, 16. Dezember 2017.
Carme Forcadell war Sprecherin des katalanischen Parlaments und sitzt seit fast neun Monaten in Haft. Im Falle einer Verurteilung könnte sie zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt werden. Sie hofft auf Hilfe durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Als das katalanische Parlament am 1. Oktober 2017 für die Unabhängigkeit stimmte, war Carme Forcadell Parlamentssprecherin. Sie wurde im November für eine Nacht verhaftet, wieder freigelassen und sitzt seit März dieses Jahres in Haft. Ihre Anwälte wollen durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Freilassung bewirken. Acht weitere katalanische Führer sitzen in Haft und warten auf ein Urteil. Die spanische Regierung bestreitet, dass es sich um politische Gefangene handelt. 

Forcadell wird vorgeworfen, Teil einer Verschwörung zu sein, um auf illegalem Weg die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien zu erwirken. Sie habe trotz der Warnungen aus Spanien Debatten zur Unabhängigkeit im Parlament ermöglicht. 

Gelbe Bänder zur Unterstützung der inhaftierten katalanischen Separatistenführer vor der ersten Sitzung des katalanischen Regionalparlaments nach der Sommerpause am 2. Oktober 2018.

Der BBC erklärte Carme Forcadell von den für sie schwierigen Haftbedingungen. Die 63 Jahre alte Katalanin, die für die Unabhängigkeit Kataloniens kämpfte, muss 15 Stunden am Tag allein in ihrer zehn Quadratmeter großen Zelle in der Haftanstalt Mas d'Eric verbringen: 

Jeden Tag ist es sehr schwer, weil man nicht weiß, wie viele Tage und Nächte man noch weggesperrt ist. Ich vermisse meine Familie und diejenigen, die ich liebe, sehr.

Besonders ihre 90 Jahre alte Mutter, aber auch ihr Mann und ihre Söhne litten sehr unter der Situation. 

Die Verhandlung gegen Forcadell wird Anfang 2019 beginnen. Sie sieht die Anschuldigungen gegen ihre Person als nicht gerechtfertigt an, da ihre Rolle als Parlamentssprecherin nicht gewesen sei, bezüglich der Debatten Zensur auszuüben: 

In einem demokratischen Parlament muss das Wort frei sein. Man muss in der Lage sein, über alles reden zu können. Die Grenze kann einzig der Respekt vor fundamentalen Rechten sein.

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