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Straßburg-Attentäter trafen 14 Schüsse: Polizei jagt möglichen Komplizen

Straßburg-Attentäter trafen 14 Schüsse: Polizei jagt möglichen Komplizen
Einschüsse in einer Glastür nach dem Tod des Verdächtigen
Nach dem Tod des mutmaßlichen Straßburg-Attentäters erklärten die Behörden, dass sich ein Großteil der Familie von Chérif Chekatt in Haft befindet. Chekatt sei 14 Mal von Schüssen getroffen worden. Jetzt sind die Ermittler hinter einem möglichen Komplizen her.

Nach dem Tod des mutmaßlichen Straßburger Attentäters Chérif Chekatt fahnden die Ermittler nach mögliche Komplizen. "Die Untersuchung wird nun fortgesetzt, um potenzielle Komplizen und Mittäter zu identifizieren, die ihn zu der Tat ermutigt oder bei den Vorbereitungen geholfen haben könnten", sagte der Pariser Antiterrorstaatsanwalt Rémy Heitz am Freitag in Straßburg. Zudem erklärte er, dass sieben Personen im Zusammenhang mit dem Fall sich in Polizeigewahrsam befinden.

Es handle sich dabei um vier Familienangehörige Chekatts und drei der Familie nahestehende Personen, so Heitz weiter. Zwei von ihnen seien in der Nacht zum Freitag festgenommen worden. Ein Bruder Chekatts wurde in Algerien festgenommen. Bis auf seine Mutter seien alle Familienangehörigen polizeibekannt.

Die Polizei suche weiter nach möglichen Komplizen. Die Ermittler wollen herausfinden, ob Chekatt während seiner Flucht unterstützt worden ist, sagte Heitz.

Die Polizei hatte Chekatt nach einer zweitägigen Großfahndung am Donnerstagabend getötet. Laut Heitz seien die Einsatzkräfte zunächst in einem Fahrzeug an Chekatt vorbei gefahren und hätten dann gewendet, um ihn zu kontrollieren. Daraufhin eröffnete der Attentäter das Feuer auf das Fahrzeug. Die Polizisten schossen aus den geöffneten Fenstern zurück. Der Verdächtige wurde mindestens 14 Mal getroffen, die Beamten blieben unverletzt.

Chekatt soll für den Terroranschlag in Straßburg am Dienstagabend, mit insgesamt vier Toten und zwölf Verletzten, verantwortlich sein. Der Straßburger Weihnachtsmarkt wurde am Freitag wieder geöffnet.

Das Bundeskriminalamt warnte vor möglichen Nachahmern. Die öffentliche Debatte über den Anschlag könne "tatinitiierend" für andere Täter sein, berichtete das Magazin Der Spiegel unter Berufung auf einen vertraulichen Lagebericht. Der Straßburger Anschlag konkretisiere "die seit längerer Zeit bestehende hohe abstrakte Gefährdung für europäische Staaten aus dem Bereich des islamistischen Terrorismus", heißt es demnach weiter in dem Papier. Es gebe derzeit aber keine Erkenntnisse, dass Weihnachtsmärkte in Deutschland konkret gefährdet seien.

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