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Gegen Personalmangel bei britischer Polizei: Künstliche Intelligenz soll Täter ausfindig machen

Gegen Personalmangel bei britischer Polizei: Künstliche Intelligenz soll Täter ausfindig machen
Zwischenfall auf der London Bridge, Großbritannien, 3. Juni 2017.
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz soll künftig Verbrechen in Großbritannien verhindern und dem Personalmangel bei der Polizei entgegenwirken. Durch Künstliche Intelligenz werden mögliche Gefährder und Opfer herausgefiltert. Verhaftet werden soll anhand der Daten nicht.

Das Programm "National Data Analytics Solution" (NDAS) wird diejenigen Personen ins Visier nehmen, die bereits durch kriminelle Tendenzen auffällig geworden sind. Das Programm sei nicht auf vorbeugende Verhaftungen ausgelegt. Es stütze sich lediglich auf Hinweise von Sozialarbeitern und Gesundheitseinrichtungen, wonach eine Person bereits durch mentale Probleme auffällig geworden ist und von der auszugehen ist, dass sie zu einer Gewalttat bereit sein könnte. 

Um das von einer Person ausgehende Risiko zu ermitteln, werden statistische Erfassungen mehrerer Behörden mit der Künstlichen Intelligenz vereint. Dabei geht es auch um das Risiko, ob die Person selbst Opfer eines Verbrechens durch Waffen oder Messer, oder ein Opfer moderner Sklaverei werden könnte. 

So wie die künstliche Intelligenz ungeahnte Möglichkeiten zur positiven Entwicklung eröffnet, so birgt sie auch ungeahnte Gefahren.

Budgetkürzungen in Großbritannien haben einen Mangel an Polizisten herbeigeführt. Die Künstliche Intelligenz soll die Lücken in den Reihen der Polizei schließen. Diejenigen, die von dem System als potenzielle Täter herausgefiltert werden, sollen jedoch nicht verhaftet werden. Es geht lediglich um therapeutische "Eingriffe". Hierzu zählt auch die Durchsuchung von Personen, so der Projektleiter von NDAS, Iain Donelly

Fast 1.400 Indikatoren für künftige Kriminalität wurden in einer Bevölkerungsstichprobe von fünf Millionen herausgefiltert. Dabei wurden auch Daten von mehr als einem Terabyte aus lokalen und nationalen Polizeidatenbanken analysiert und auf 30 besonders effektive Marker gesetzt, darunter die Zahl der begangenen Straftaten innerhalb einer sozialen Gruppe, die Anzahl der Verbrechen, die "mit Hilfe anderer" begangen wurden und das Alter einer Person beim ersten Verbrechen. 

Britischer Polizist, London, Großbritannien, 23. März 2017.

Diese Daten werden anschließend genutzt, um vorherzusagen, wann eine Person, die bereits polizeibekannt ist, einen erneuten Verstoß plant. Der Person wird dementsprechend ein "Risiko-Faktor" zugewiesen. 

Die Polizei von West Midlands plant ab Anfang 2019 mittels der NDAS bei ihrer Polizeiarbeit entlastet zu werden. Auch die Londoner Polizei und die Polizei des Großraums Manchester wollen die Unterstützung der Künstlichen Intelligenz alsbald nutzen. Die Entwickler hoffen, dass das Programm bald Anwendung in ganz Großbritannien finden wird. Die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen sei durch die Zusammenarbeit mit dem "Information Commissioner´s Office" gewährleistet. 

Großbritannien: Beispiellose Epidemie der Gewalt

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