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FSB: Nach Territorialverletzung setzen russische Schiffe Waffengewalt gegen ukrainische Marine ein

FSB: Nach Territorialverletzung setzen russische Schiffe Waffengewalt gegen ukrainische Marine ein
Quelle: Ruptly
Russland hat bestätigt, dass seine Schiffe Waffen eingesetzt haben, um ukrainische Schiffe zu stoppen, die illegal in russische Gewässer im Schwarzen Meer eingedrungen waren. Drei ukrainische Seeleute wurden verwundet und erhielten medizinische Hilfe.

Der Zwischenfall ereignete sich, als ukrainische Militärschiffe zwischen zwei ukrainischen Häfen pendelten: von Odessa im Schwarzen Meer bis Mariupol im Asowschen Meer. Die einzige Wasserstraße, die die beiden verbindet, ist die Straße von Kertsch zwischen der Krim und dem russischen Festland. Kiew behauptet indes, dass es Moskau im Voraus darüber informiert hat, dass seine Marineschiffe durch das Gebiet fahren werden. Moskau bestreitet, dass es die Warnung erhalten hat.

FSB: Nach Territorialverletzung setzen russische Schiffe Waffengewalt gegen ukrainische Marine ein
Schematische Bewegungen ukrainischer Schiffe (gelb) in der Nähe der Straße von Kertsch © Google Maps / bearbeitet

Die drei ukrainischen Schiffe – "Berdiansk", "Nikopol" und "Yany Kapu" – ignorierten die "gesetzlichen Forderungen nach einem Stopp" und der Einstellung von "gefährlichen Manövern". Die russischen Kriegsschiffe waren gezwungen, das Feuer zu eröffnen und sie zum Bewegungsstopp zu zwingen, sagt der FSB. Die Schiffe wurden daraufhin beschlagnahmt und zum Krimhafen Kertsch geschleppt.

Drei ukrainische Seeleute, die bei der Auseinandersetzung verletzt wurden, erhielten medizinische Hilfe von russischen Soldaten. Ihr Leben ist außer Gefahr. Russland hat unterdessen eine strafrechtliche Untersuchung wegen der Grenzverletzung eingeleitet.

Quelle: Ruptly

Nach dem Zusammenstoß schlug der ukrainische Präsident Petro Poroschenko vor, das Kriegsrecht im Land zu erklären. Der Vorschlag wurde vom ukrainischen Nationalen Sicherheitsrat genehmigt und wird am Montag dem Parlament zur endgültigen Genehmigung vorgelegt.

Die NATO hat beide Parteien aufgefordert, Zurückhaltung zu üben. NATO-Sprecherin Oana Lungescu sagte in einer Erklärung, dass die NATO die Entwicklungen im Asowschen Meer und in der Straße von Kertsch "genau beobachtet" habe. Die NATO bekräftigte, dass sie sich für die Ukraine einsetze.

"Die NATO unterstützt voll und ganz die Souveränität der Ukraine und ihre territoriale Integrität, einschließlich ihrer Navigationsrechte in ihren Territorialgewässern", heißt es in der Erklärung.

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