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RT Deutsch unterwegs im Ghetto: Abriss als Lösung gegen Kriminalität?

RT Deutsch unterwegs im Ghetto: Abriss als Lösung gegen Kriminalität?
Die dänische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Problemviertel im Land umzugestalten. Am Donnerstag wurde hierfür das umstrittene "Ghetto-Gesetz" verabschiedet. RT Deutsch besuchte ein "hartes Ghetto". Hier soll bald gegen die Kriminalität abgerissen werden.

Ingesamt 22 Gegenden in Dänemark hat die dänische Regierung für Ghettos erklärt. Diese erfüllen mindestens drei der folgenden fünf Kriterien:

  1. Hohe Kriminalitätsrate
  2. Hohe Arbeitslosigkeit
  3. Niedriges Bildungsniveau
  4. Niedriges Einkommensniveau 
  5. Einwohner mit mehrheitlich nicht westlichem Hintergrund

Auf Vollsmose treffen vier der Kriterien zu (ausgenommen niedriges Einkommensniveau). Dies macht den Vorort Odenses zu einem "harten Ghetto". Das neue Ghetto-Gesetz wurde am Donnerstag vom dänischen Parlament verabschiedet. Damit ist besiegelt, dass 1.000 Wohnungen in Vollsmose abgerissen werden sollen. Obendrein sollen die Mieter den Abriss auch noch selbst bezahlen; die Kosten sind im Mietpreis enthalten.

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Schulen und Kindergärten dürfen nach dem neuen Gesetz künftig nicht mehr als 30 Prozent von Kindern mit nicht westlichem Hintergrund unterrichten. Dies heißt, dass Kinder aus den Ghettos in die Stadt gebracht werden müssen. Wie dies genau funktionieren soll, ist nicht bekannt. In den kommenden sechs Monaten müssen die Kommunen der betroffenen Gebiete einen Plan zur Umgestaltung vorlegen.

Migranten dürfen fortan nicht mehr in die Ghettos ziehen. Die Regierung kann die Gegenden beschlagnahmen, wenn die Kommunen den Plänen nicht fristgerecht nachkommen können. Kinder in Ghettos ab zwei Jahren müssen in dänischer Demokratie und Sprache unterrichtet werden. Ab drei Jahren besteht in den Ghettos Kindergartenpflicht.

RT Deutsch sprach mit Anwohnern und Experten über die Regierungspläne. Unklar bleibt, wo die Menschen nach dem Abriß hinziehen wollen. Auch Läden sind betroffen. Der Bürgermeister Odenses hofft, dass sich durch die künftigen Investoren Menschen mit höherem Bildungsniveau in dem Viertel ansiedeln werden. Die Umsetzung des Gesetzes wird zehn Milliarden Dänische Kronen (1,34 Milliarden Euro) kosten.

 

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