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Einmarsch in die Ukraine nach Pipeline-Bau? Gegner von Nord Stream 2 verschärfen Rhetorik

Einmarsch in die Ukraine nach Pipeline-Bau? Gegner von Nord Stream 2 verschärfen Rhetorik
In der Ostsee ist der Bau der Nord Stream 2 Pipeline im vollen Gange.
Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat Moskau vorgeworfen, nur auf die Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2 zu warten, um danach die Ukraine anzugreifen. Die USA und die Ukraine wollen um jeden Preis das Projekt verhindern. Moskau reagiert gelassen.

Der polnische Premier Mateusz Morawiecki hatte am Samstag auf einer Konferenz in Hamburg über die "Zukunft der transatlantischen Beziehungen" (FOTAR) im Beisein des deutschen Finanzminsters Olaf Scholz der Regierung in Moskau Angriffspläne gegen Kiew unterstellt, sollte Nord Stream 2 in Betrieb genommen werden. Das teilt das polnische Nachrichtenportal PAP mit. Da die Ukraine dann "keine so wichtige Rolle" für Russland mehr spielen werde, würde Moskau nichts mehr "daran hindern, nach Kiew einzumarschieren".

In Anbetracht einer Fertigstellung von Nord Stream 2 und einer darauffolgenden Feststellung, dass das ukrainische Transportsystem für Erdgas überflüssig ist, fragte er weiter, was (den russischen Präsidenten) Wladimir Putin davon abhalten werde, nach Kiew einzumarschieren, überliefert PAP die Worte Morawieckis.

Er sagte darüber hinaus, dass er auch der deutschen Regierung nicht glaube, die behauptet, das Projekt sei vor allem ein Business-Projekt. Russland werde mit dem verdienten Geld seine Streitkräfte modernisieren, argumentierte Morawiecki weiter. Er bemühte sogar ein Zitat des russischen Revolutionsführers Lenin, der gesagt haben soll, da die "Kapitalisten so gierig seien", würden sie uns sogar selbst das Seil verkaufen, an dem "wir sie aufhängen werden".

Das Projekt unbedingt stoppen

Derzeit aktivieren die USA und die Ukraine ihre gemeinsamen Anstrengungen gegen das russisch-europäische Projekt, an dem sich auch deutsche und österreichische Unternehmen beteiligen. "Wir werden dafür sorgen, dass das Projekt der Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Europa nicht gelingt", teilte US-Außenminister Mike Pompeo bei einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Pawel Klimkin mit.

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Wir werden zusammenarbeiten, um das Projekt Nord Stream 2, das die wirtschaftliche und strategische Sicherheit der Ukraine untergräbt und die Souveränität der vom russischen Gas abhängigen europäischen Länder weiterhin untergraben könnte, zu stoppen. Wir wollen nicht, dass unsere europäischen Freunde dem politischen und wirtschaftlichen Druck, den Russland in der Ukraine testet, seit sie sich von der sowjetischen Knechtschaft befreit hat, zum Opfer fallen." verkündete Pompeo.

Moskau: Unlauterer Wettbewerb

Inzwischen wurde die Reaktion Moskaus auf die Äußerungen des polnischen Regierungschefs bekannt. Diese Äußerungen seien "ungeschickt", sagte der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow. "Solche Unterstellungen gehören zu Versuchen, das Projekt zu politisieren", fügte er hinzu.

Wir vernehmen die direkten Androhungen bezüglich dieses Projektes aus den Vereinigten Staaten. Das ist nichts anderes als unlauterer Wettbewerb und ein Versuch, Europäer zum Kauf von teurem US-Gas zu zwingen, was für sie unvorteilhaft ist", sagte er mit Bezugnahme auf die Drohungen des US-Außenministers.

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