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Sozialdemokrat Corbyn fordert Aufklärung an britischen Schulen über Kolonialismus und Sklaverei

Sozialdemokrat Corbyn fordert Aufklärung an britischen Schulen über Kolonialismus und Sklaverei
Der Kopf der britischen Labour Party, Jeremy Corbyn, hat mehr Aufklärung an britischen Schulen über Kolonialismus und Sklaverei gefordert. Die Conservative Party beschuldigte ihn, der Ideologie mehr Bedeutung als der Bildung von Kindern einzuräumen.

Jeremy Corbyn, der Parteivorsitzende der britischen Labour Party, hat vorgeschlagen, die Menge der Geschichte der Schwarzen zusammen mit der Geschichte des britischen Imperiums, des Kolonialismus und der Sklaverei, die in den Schulen gelehrt wird, zu erhöhen. Während eines Besuchs in der Stadt Bristol, die durch den Sklavenhandel reich wurde, und um den Black History Month zu markieren, der in Großbritannien jeden Oktober seit mehr als 30 Jahren stattfindet, verkündete der Politiker:

Der britische Oppositionsführer und Vorsitzende der Labour-Partei Jeremy Corbyn scheint für gewisse Kreise zu einer so großen Bedrohung geworden zu sein, dass sie ihn gerne auf der Sanktionsliste wegen

Lasst uns unsere Geschichte verstehen, lasst uns die Brutalität verstehen, die damit einherging. Und lasst uns die immense Tapferkeit der Menschen verstehen, die sich zu Wort gemeldet haben. […] Die Geschichte der Schwarzen ist die britische Geschichte und sie sollte sich nicht auf einen einzigen Monat pro Jahr beschränken. Es ist wichtig, dass zukünftige Generationen die Rolle verstehen, die die schwarzen Briten in der Geschichte unseres Landes und im Kampf für die Gleichberechtigung der Rassen gespielt haben.

Er betonte, dass im Lichte des sogenannten Windrush-Skandals der Black History Month eine neue Bedeutung erlange und es wichtiger denn je sei, dass die Briten als Gesellschaft die Rolle und das Erbe des britischen Imperiums, der Kolonisierung und der Sklaverei kennen und verstehen.

Die Windrush-Generation ist nach einem Schiff mit ähnlichem Namen benannt, das 1948 aufgrund des Arbeitskräftemangels nach dem Zweiten Weltkrieg die erste Welle karibischer Migranten nach Großbritannien brachte.

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass einige Windrush-Migranten und ihre Kinder aufgrund einer Einwanderungspolitik der "feindseligen Umwelt" zu Unrecht mit Abschiebungen konfrontiert waren. Die Regierung entschuldigte sich offiziell für den Fall.

Während seines Besuchs kündigte Corbyn auch Pläne für einen neuen Emancipation Educational Trust an, durch den Kinder aufgeklärt werden sollen, "wie Sklaverei eine reiche afrikanische und schwarze Geschichte unterbrach".

Bei seinem Besuch traf der Gewerkschaftsfunktionär auch den Bürgerrechtler Paul Stephenson, der in den 1960er Jahren den "Bristol-Busboykott" organisierte, der zum Ende eines Arbeitsverbots für Menschen ethnischer Minderheiten beim Bristoler Bus-Nahverkehr führte. Corbyn verglich es mit dem berühmten Montgomery Busboykott von Rosa Parks in den Vereinigten Staaten.

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Auf die Frage, wie eine Labour-Regierung diesen Wandel durchsetzen würde, antwortete Corbyn:

Wir sind nicht daran interessiert, die Dinge in den Lehrplänen durchzusetzen. Wir sind mehr daran interessiert, Menschen zu ermutigen und es zu fördern. […] Lasst uns unsere Geschichte verstehen, lasst uns die Brutalität verstehen, die damit einherging, und lasst uns die immense Tapferkeit der Menschen verstehen, die sich gegen den Sklavenhandel ausgesprochen haben. Zu einer Zeit, als die reichsten in Großbritannien mit diesem Handel eine riesige Menge Geld verdienten und schließlich das Wilberforce-Gesetz im Parlament verabschiedet wurde.

Der Vorschlag von Corbyn wurde von der Conservative Party kritisiert, die ihm vorwarf, der Ideologie mehr Bedeutung als der Bildung von Kindern einzuräumen. Die Abgeordneten der Partei hinterfragten, warum Corbyn sich nicht auf positivere Aspekte der britischen Geschichte konzentrieren wolle, wie zum Beispiel die Rolle des Landes in den Weltkriegen, in denen es gegen "Tyrannei und Diktatur" kämpfte.

Die ehemalige britische Ministerin für internationale Entwicklung, Priti Patel, sagte, dass die Labour Party, "deren Politiker und Aktivisten sich als Apologeten für die Verbrechen von Diktatoren und Terroristen, die unser Land bedrohten, einsetzen, nicht in die Nähe unserer Schulen gelassen werden solle. [...] Wir haben bereits gesehen, dass Corbyn und seine Freunde Schulkinder einer Gehirnwäsche unterziehen und die Pressefreiheit beenden wollen. Jetzt wollen sie unser Land schlecht machen."

Das konservative Politiker gereizt auf Corbyns Vorstoß reagieren, überrascht nicht. In bestimmtem Kreisen des ehemaligen Empire werden Verbrechen aus der Kolonialzeit gerne verdrängt. So belegten Veröffentlichungen von bis dahin geheimen britischen Geheimdokumenten im Jahr 2011 unter anderem, dass Großbritannien während des sogenannten Mau-Mau-Aufstands in Kenia zwischen 1952 und 1961 Hunderttausende Menschen in Straflager gepfercht hatte. Mindestens 90.000 Kenianer wurden nach Erkenntnissen der kenianischen Menschenrechtsvereinigung hingerichtet, gefoltert oder verstümmelt.

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