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Ohne Gnade: Schweden will Sechsjährigen allein in die Ukraine abschieben

Ohne Gnade: Schweden will Sechsjährigen allein in die Ukraine abschieben
Schwedische Flagge
Die Mutter des sechs Jahre alten Denis verstarb in Schweden, der Vater will sich nicht kümmern. Den Großeltern wird die Adoption verwehrt. In einer landesweiten Unterschritftenaktion wird gegen die Entscheidung der Einwanderungsbehörde, den Jungen abzuschieben, protestiert.

Gegner der Entscheidung der schwedischen Einwanderungebehörde (Migrationsverket) werfen der Behörde vor, gegen die UN-Konvention über die Rechte von Kindern zu verstoßen. Für die Einwanderungsbehörde sei die Ausweisung "im besten Interesse des Kindes". 

Am 9. November 2017 beantragte Denis (6 Jahre alt) über seine Mutter die permanente Aufenthaltserlaubnis in Schweden. Seine Mutter hatte die Beantragung durch ihren Partner in Schweden versucht. Im Frühjahr diesen Jahres jedoch wurde sie tot in ihrer Wohnung im schwedischen Södertälje aufgefunden. Ein Verdächtiger wurde kurzfristig festgenommen, aber wieder freigelassen. Es gäbe zu wenig Anhaltspunkte für einen Mord an der Frau, hieß es von Seiten der Polizei. 

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Der Vater, in der Ukraine lebend, hat sich gerichtlich von den väterlichen Pflichten losgesagt. Damit wird aus dem Kind eine Waise. In seiner Heimat, der Ukraine, wird Denis, falls er ausgewiesen wird, in einem Kinderheim unterkommen. Derzeit lebt er bei den Großeltern mütterlicherseits, diese sind seit sechs Jahren in Schweden. Ihrem Adoptionsgesuch wurde durch das Urteil der Einwanderungsbehörde nicht stattgegeben. Denis kam mit zwei Jahren aus der ukrainischen Stadt Uschorod nach Schweden. 

Die Leiterin der Einwanderungsbehörde teilte der schwedischen Zeitung Expressen mit, sie stünde in Kontakt mit der ukrainischen Behörde für kindliche Fürsorge, damit Denis dort in Empfang genommen würde. Dies sei Routine der Behörde. 

Viele Juristen meldeten sich nach Bekanntgabe der Unterschriftenaktion, um Denis zu helfen, in Schweden bleiben zu dürfen. Die Initiatoren der Unterschriftenaktion:

Haltet die Einwanderungsbehörde auf, die einzige Sicherheit, die er (der Junge) auf der Welt hat, im Austausch mit einem Leben in einem Kinderheim, wo er niemanden kennt, zu zerstören. 

Midia Soufi, Fürsorgeperson des Jungen, freut sich über den hohen Zuspruch. Viele wollten helfen. Sie engagierte durch den Aufruf einen neuen Anwalt, um das Bleiberecht für Denis zu erwirken. 

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