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Zank um ukrainische Schismatiker: Russische Orthodoxie hat kein Vertrauen mehr zu Konstantinopel

Zank um ukrainische Schismatiker: Russische Orthodoxie hat kein Vertrauen mehr zu Konstantinopel
Symbolbild
Nach der Entscheidung des Patriarchats von Konstantinopel, zwei bisher als schismatisch eingestufte Kirchen anzuerkennen, lassen die Reaktionen der russischen Orthodoxie nicht nach. Das Patriarchat habe sich selbst delegitimiert, so ein russischer Vertreter.

Nach der Verabschiedung eines Dokumentes seitens des orthodoxen Patriarchats von Konstantinopel in der Türkei, mit dem der Ukraine eine eigene, autokephale (unabhängige) Kirche zugesagt wird, hat der Chef der Presseabteilung der russischen Orthodoxen Kirche erklärt, dass Konstantinopel das Recht verloren hat, sich als das "Herz des orthodoxen Glaubens" zu bezeichnen.

In einem Brandanschlag auf die orthodoxe Kirche des Hl. Wladimir des Moskauer Patriarchats in der ukrainischen Stadt Lwiw zerstörte Kirchenliteratur.

Im russischen Fernsehen sagte Metropolit Hilarion Alfejew, der Leiter der Abteilung für Außenbeziehungen der russischen Kirche, dass die Anerkennung der abtrünnigen ukrainischen Kirchen durch das Patriarchat von Konstantinopel und das anschließende Schisma mit Moskau "eine neue Kirchenrealität" geschaffen habe.

Wir haben kein alleiniges Koordinationszentrum für die orthodoxe Kirche mehr. Das müssen wir uns sehr deutlich bewusst machen. Das Patriarchat von Konstantinopel hat sich in dieser Hinsicht selbst zerstört."

Bisher hatten Hilarion zufolge Moskau und andere orthodoxe Patriarchate Vertreter zu den Versammlungen des Konstantinopeler Patriarchats entsandt, etwa im Rahmen der jahrzehntelangen Vorbereitungen für das monumentale all-orthodoxe Konzil im Jahr 2016.

Aber durch das Eindringen in den kirchenrechtliche Wirkungskreis einer anderen autokephalen Kirche durch die Legitimation eines Schismas verlor das Patriarchat von Konstantinopel das Recht, ein Koordinationszentrum für die orthodoxe Kirche genannt zu werden", sagte er.

Ein solches Zentrum gebe es nicht mehr, folgerte er.

Mehr zum Thema - Orthodoxie ist kurz vor Spaltung: Patriarch Bartholomeos will Kiew Autokephalie gewähren

Das Moskauer Patriarchat der Russisch-Orthodoxen Kirche löste alle Verbindungen zum Patriarchat von Konstantinopel auf, nachdem Konstantinopel beschlossen hatte, zwei bisher nicht anerkannte orthodoxe Kirchen in der Ukraine anzuerkennen und das in Moskau verhängte Anathema (Kirchenbann) gegen den ukrainischen Patriarchen Filaret aufzuheben. Moskau weigerte sich, die Entscheidungen anzuerkennen und beschuldigte Konstantinopel, das größte Kirchenschisma seit dem 11. Jahrhundert zu initiieren. Damals trennten sich die katholischen und orthodoxen Kirchen durch Spaltung.

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