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Familien gesucht: Kriminelle Jugendliche in Malmö werden in staatliche Obhut genommen

Familien gesucht: Kriminelle Jugendliche in Malmö werden in staatliche Obhut genommen
Blutspuren eines Jugendlichen nach einem Schusswechsel im Malmöer Problembezirk Rosengård, Schweden, 1. Januar 2012.
Die schwedische Regierung geht neue Wege gegen die Bandenkriminalität. Mindestens zwölf minderjährige Jugendliche wurden in Malmö in staatliche Obhut gegeben. Sie waren 2017 in Schießereien verwickelt. Die Polizei beobachtet die Risikogruppen und führt Listen.

Die Direktorin der Sozialdienste von Malmö, Britt-Marie Peterson, berichtet, dass die Polizei ihr eine Liste von Namen überreicht habe, die Personen listet, die mit bewaffneter Kriminalität in Zusammenhang stehen. Einige der Jugendlichen wurden im Rahmen des schwedischen LVU-Gesetzes (Jugendschutzgesetz) inhaftiert, einige an Gruppen verwiesen, die bei der Resozialisierung krimineller Jugendlicher helfen und wieder andere wurden in Pflegeheime oder Familien gegeben. Die drittgrößte schwedische Stadt Malmö, im Süden des Landes unweit der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gelegen, ist für seine Bandenkriege bekannt und wurde in der Presse als "Chicago Schwedens" bezeichnet.

Ausgebrannte Autos in Göteborg, Schweden, 14. August 2018.

In diesem Jahr gab es sieben tödliche Schießereien in der Stadt. Die blutigste Schießerei ereignete sich im Juni 2018 in einem Malmöer Internetcafé. Mit einer automatischen Schusswaffe tötete ein 21-Jähriger drei Menschen.

Schwedische Zeitungen kritisieren, dass Schießereien und der Drogenhandel zum Alltag von Malmö geworden sind. Oppositionelle der bisherigen rot-grünen Regierung sehen die Schuld in einer verfehlten Politik. Aufgrund der Regelung der schwedischen Strafmündigkeit rekrutierten die Banden besonders gerne junge Menschen, damit diese einer Haftstrafe entgingen. Die Partei der Moderaten fordert eine Verschärfung des Strafrechts, um die Bandenmitglieder länger von der Straße fernzuhalten.

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Gegen die Kriminalität wurde ein weiteres Budget von 25 Millionen Schwedischen Kronen bereitgestellt. In den schwedischen Städten wird mit Plakaten nach stabilen Familien gesucht, die sich an den Wochenenden um Kinder und Jugendliche kümmern können, die sich in staatlicher Obhut befinden.

2017 wurde bekannt, dass die Polizei von Malmö Listen bei sich trägt, in denen 205 Kriminelle aufgeführt sind. Rund 1.416 Minderjährige in Malmö galten 2017 als gefährdet, in die Kriminalität abzurutschen. Gerne zeigen die jungen Kriminellen ihre Bandenkarriere durch teure Kleidung oder Fahrzeuge. Sie wollen auffallen und schämen sich ihrer "Karriere" keineswegs. Um aussteigen zu können, werden die jungen Kriminellen umgesiedelt. Oft können Verletzungen einen Ausweg weisen und Anlass für einen Neuanfang sein.

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