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Verbindung zu Vorfall in Amesbury? - Tödliches Gift aus niederländischem Museum in Leiden gestohlen

Verbindung zu Vorfall in Amesbury? - Tödliches Gift aus niederländischem Museum in Leiden gestohlen
Blick in das Rijksmuseum Boerhaave in Leiden - Quelle: Facebookseite von Rijksmuseum Boerhaave
Die niederländische Polizei sucht derzeit nach einem Lähmungs-Gift, welches aus dem Tresorraum eines Museums in Leiden entwendet wurde. Das von indigenen Stämmen genutzte Gift wird in sozialen Medien schon mit dem Vorfall in Amesbury in Verbindung gebracht.

Ein Gefäß mit Curare, einem tödlichen Pflanzenextrakt, ist am Mittwoch aus dem Rijksmuseum Boerhaave, einer renommierten Einrichtung auf den Gebieten der Naturwissenschaften und Medizin, gestohlen worden, berichtet das niederländische Nachrichtenportal Omroep West. Die Angaben wurde von der niederländischen Polizei bestätigt.

Wir suchen jetzt dringend nach dem Gift. Es sollte nicht auf der Straße zirkulieren, wo Menschen damit in Kontakt kommen können", warnte der Leidener Polizeisprecher.

(Archivbild)

Das entwendete Gift sieht laut Museumsdirektors Amito Haarhuis aus "wie ein Stück brauner Würfelzucker". Die Diebe waren in das Rijksmuseum Boerhaave eingebrochen und hatten einen tragbaren Panzerschrank entwendet. Darin befand sich das Gift in einer antiken Glasflasche mit der Aufschrift "Curare".

Wir wollen nicht, dass jemand dieses Gift anfasst. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Polizei entschieden, dass wir kein Sicherheitsrisiko eingehen wollen. Wir dachten, wir hätten es sicher aufbewahrt, aber nicht mit einer Entwendung des Panzerschranks gerechnet", so die Erklärung des Museumsdirektors Haarhuis.

Laut Haarhuis hatte sein Museum das Gift vor kurzem als Teil einer Sammlung angeboten bekommen. Das Museum habe das Gift aber seiner Wirkung wegen vernichten wollen und deshalb in dem Panzerschrank aufbewahrt.

Das  Curare-Pfeilgift wird teilweise noch heute von indigenen Jägern in Südamerika für die Jagd eingesetzt. In den Niederlanden findet es aktuell als Muskelrelaxans in der aktiven Sterbehilfe Anwendung.

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In den sozialen Medien machten Nutzer bereits ironische Referenzen auf die angeblichen Nowitschok-Vorfälle im britischen Salisbury:

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