"Waffe gegen die Wahrheit“: Ungarn wehrt sich gegen Kritik der Grünen

"Waffe gegen die Wahrheit“: Ungarn wehrt sich gegen Kritik der Grünen
Annalena Baerbock und Konstantin von Notz zogen mit einem FAZ-Beitrag den Unmut der ungarischen Regierung auf sich.
Die grünen Spitzenpolitiker Annalena Baerbock und Konstantin von Notz haben in einem Gastbeitrag für die FAZ die ungarische Flüchtlingspolitik kritisiert. Nun weist der ungarische Botschafter diese Kritik in einem weiteren FAZ-Beitrag ebenso scharf zurück.

Die beiden Grünen behaupten in ihrem Gastbeitrag vom vergangenen Donnerstag, dass die ungarische Regierung ihrer Pflicht nicht nachgekommen sein, Flüchtlinge zu registrieren und zu versorgen. In seinem FAZ-Beitrag vom Montag widerspricht der ungarische Botschafter in Berlin Péter Györkös scharf.

Ungarn habe sich an die EU-Regeln gehalten und die Flüchtlinge ordnungsgemäß registriert und versorgt. Baerbock und von Notz behaupteten schlicht die Unwahrheit und zeigten "grenzenlose Voreingenommenheit meiner Heimat und den Fakten gegenüber". Ihr Beitrag ignoriere Fakten derart, dass er bereits eine "Waffe gegen die Wahrheit" sei.

Baerbock und von Notz kritisieren in ihrem Gastbeitrag in erster Linie den flüchtlingspolitischen Kurs der CSU und lehnten darin auch die Verwendung des Begriffs "Grenzöffnung" für die Ereignisse im September 2015 als "Legende" ab. Von Notz hatte jüngst gegenüber dem ARD-Faktenfinder erklärt, die Behauptung, es habe eine Grenzöffnung gegeben, sei eine "rechtlich wie tatsächlich abwegige rechtsreaktionäre Verschwörungstheorie". 

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