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Britisches Verteidigungsministerium warnt: Der Russe will Krieg und bereitet sich darauf vor

Britisches Verteidigungsministerium warnt: Der Russe will Krieg und bereitet sich darauf vor
Veteranen am 9. Mai 2018 anlässlich des Jahrestages des "Großen Vaterländischen Krieges" von 1941-1945 in Sewastopol, Russland. Historiker schätzen, dass 27 Millionen Sowjetbürger im Zweiten Weltkrieg ihr Leben ließen.
Mark Lancaster, hochrangiges Mitglied des britischen Verteidigungsministeriums, hat am 20. Juni verkündet, dass sich der "Kreml" auf einen Konflikt gegen Europa und Großbritannien vorbereitet. Auch der britische Generalstabschef Carleton-Smith schlägt in dieselbe Kerbe.

Lancaster, stellvertretender Verteidigungsminister des britischen Königreiches, sagte in seiner Eröffnungsrede der jährlichen Landkriegskonferenz des Royal United Services Institute in London:

Drehen Sie den Globus und betrachten Sie die Welt aus der Perspektive Russlands. Überlegen Sie, wie sie Bedrohungen einschätzen könnten. Wir wissen nicht, ob sie den Konflikt [mit uns] als unvermeidlich ansehen, aber sie bereiten sich darauf vor."

Lancaster wies auch Überlegungen einiger Analysten zurück, die argumentieren, dass der angebliche Einsatz von Cyber-Operationen und Proxies aufzeige, dass Russland nicht vorhabe, sich selbst die Hände durch einen konventionellen Krieg schmutzig zu machen.

Es gibt eine alternative These - dass Russland zu dem Schluss gekommen ist, dass es noch nicht bereit ist für große Kampfeinsätze, dass sie die Lehren aus Georgien und dem relativen Scheitern ihrer Annexion der Krim gezogen haben und nun intensiv in die Zukunft ihrer konventionellen Streitkräfte investieren, so der stellvertretende Verteidigungsminister weiter, und er betonte abschließend:

Auf dieser Grundlage ist es ein Mythos zu glauben, dass Russland irgendwann in der Zukunft keine harte militärische Macht mehr benutzen wird. Wir müssen daher bereit sein, sehr kurzfristig und in einer Vielzahl von Kontexten zu reagieren."

Auch der neue britische Generalstabschef Mark Carleton-Smith schlägt in die gleiche Kerbe und schürte in seiner Antrittsrede Anfang dieser Woche die Angst vor einer angeblichen "Bedrohung durch den Kreml":

Russland ist heute keine Status-quo-Macht, es ist im revisionistischen Modus und seine Absicht wird nun durch ein wachsendes Arsenal an Präzisionsfähigkeiten ergänzt. Regelbasierte Ordnung wird durch Macht - überwiegend militärische Macht - untermauert und Putin respektiert keine Länder mit schwachen Streitkräften."

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Britische und US-Soldaten bei einer gemeinsamen Übung in Hohenfels. Auch der britische Armeechef sieht eine russische Bedrohung, aufgrund derer eine Präsenz in Deutschland über den geplanten Abzug hinaus unabdingbar sei.

Mit Blick auf Russlands Militäreinsatz in Syrien und dem mutmaßlichen Gift-Angriff auf einen ehemaligen KGB-Agenten in Salisbury im März 2018, für den Großbritannien ohne weitere Beweise vorzulegen, Russland verantwortlich machte, fügte Carleton-Smith hinzu:

Moskaus mangelnder Respekt für Schwäche, insbesondere militärische Schwäche, hat sich nicht geändert und während wir skeptischer gegenüber der Notwendigkeit oder dem Vorteil von Intervention geworden sind, gibt es Georgien, die Ukraine, Syrien, Montenegro, Libyen, Salisbury … Wie lange wollen wir diese Liste noch wachsen lassen?"

Abschließend warnte der Generalstabschef die anwesenden Gäste:

Die unangebrachte Wahrnehmung, dass es keine unmittelbare oder existenzielle Bedrohung für das Vereinigte Königreich [durch Russland] gibt - und selbst wenn diese nur langfristig auftreten wird - ist falsch. Ebenso wie die falsche Überzeugung, dass konventionelle militärische Hardware und Masse irrelevant geworden sind bei der Bekämpfung der russischen Subversion."

Meiner Meinung nach bedeutet eine solche Einstellung, die russische Herausforderung völlig falsch zu verstehen."

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