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Weil sie nicht fasten: Zehn kurdische Flüchtlinge in Griechenland schwer verletzt

Weil sie nicht fasten: Zehn kurdische Flüchtlinge in Griechenland schwer verletzt
Berichten zufolge wurden kurdische Asylbewerber in einem griechischen Flüchtlingslager angegriffen. Die Angreifer beschuldigten sie, "Ungläubige" zu sein, weil sie im Ramadan nicht gefastet hatten. Bei den Gewalttaten sollen zehn Menschen verletzt worden sein.

Der Vorfall ereignete sich am Freitag im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos, schreibt das kurdische Nachrichtenportal Rudaw. "Der Kampf begann, als einige arabische Jugendliche anfingen, mit Kurden wegen des Fastens zu streiten", sagte Mohammed Khalil, ein 19-jähriger kurdischer Migrant aus Syrien, dem Portal.

Das Video aus dem Flüchtlingscamp zeigt einen Mann, der auf dem Boden liegt, während andere sich in Auseinandersetzungen stürzen. Einige sind mit Metall- und Holzgegenständen bestückt.

"Ich habe gestern gefastet, doch einige Araber aus Syrien, dem Irak, dem Jemen und Algerien kamen und sagten, die Kurden seien Ungläubige und fasteten nicht. Dann begann der Kampf. Die arabischen Flüchtlinge gingen hin und kamen später wieder zusammen. Es kam zu einem blutigen Kampf", behauptete Khalil.

Er sagte weiter, dass Videos, die in sozialen Medien zirkulieren, nur einen Bruchteil der Gewalt zeigten, und fügte hinzu, dass "Hunderte" von Kurden und Arabern beteiligt gewesen seien.

Mindestens zehn Kurden seien bei der Gewalt "schwer", sieben weitere leicht verletzt worden, so Khalil. Vor Ort wurde erste Hilfe geleistet, einige Flüchtlinge wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Frühere Berichte behaupteten, dass vier Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden seien, was aber wenig später dementiert wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Lager Moria, das seit Monaten überfüllt ist und mit einer Kapazität von 300 Prozent arbeitet, Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen wurde. Im letzten Dezember sowie im März gab es bereits massive Kämpfe, und im letzten Jahr soll ein afghanischer Migrant im Lager getötet worden sein.

Unterdessen berichtete RT im Oktober, dass ein fünfjähriges Mädchen in einem kalten, feuchten Zelt im Lager gestorben war, nachdem es dem kriegsgeschüttelten Land Syrien entkommen war.

Ein Mann im Lager sagte RT, dass er plane, sein Leben zu beenden, wenn sich die humanitäre Lage im Flüchtlingscamp nicht bessere. "Ich kann das nicht mehr hinnehmen", sagte er damals.

Griechenland wird seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 mit Asylbewerbern überschwemmt. Sie stranden im Land, nachdem die Balkanländer ihre Grenzen geschlossen und den Weg der Migranten nach Westeuropa blockiert haben. Nach Schätzungen der UNO sind in Griechenland rund 50.000 Asylsuchende gefangen, von denen die meisten in überfüllten Lagern wie Moria leben.

 

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