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Wegen Nowitschok-Aussagen: Leiter des tschechischen Chemiewaffen-Forschungszentrums muss gehen

Wegen Nowitschok-Aussagen: Leiter des tschechischen Chemiewaffen-Forschungszentrums muss gehen
Neues Opfer in der Causa Nowitschok: Der Chef des tschechischen Forschungszentrums, in dem das Nervengift hergestellt wurde, ist unvermittelt entlassen worden. Zuvor hatte Präsident Zeman öffentlich erklärt, Tschechien habe im Jahr 2017 Nowitschok produziert.

Die tschechische Verteidigungsministerin Karla Šlechtová entließ am Montag den Chef des militärischen Forschungszentrums Brünn, Bohuslav Šafář. Obwohl die Entlassung offiziell ohne Angabe von Gründen erfolgte, gehen Beobachter davon aus, dass dies im Zusammenhang mit Šafářs Aussagen über die Produktion des Nervengifts Nowitschok steht.

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Wissenschaftler des tschechischen National Institute for Nuclear, Chemical and Biological Protection (SUJCHBO) bei der Arbeit (Symbolbild).

Im Zuge der Ermittlungen um den vergifteten Ex-Doppelagenten Sergej Skripal wies Moskau darauf hin, dass auch andere Staaten die Fähigkeit hätten, Nowitschok zu produzieren, unter anderem auch Tschechien. Premierminister Andrej Babiš wies diese Bemerkung scharf zurück und leugnete, dass in seinem Land jemals ein solches Gift hergestellt wurde.

Ausgerechnet Präsident Miloš Zeman fuhr seinem Premier in die Parade, als er in einem Fernsehinterview die Herstellung der Chemikalie in Brünn bestätigte. Daraufhin meldete sich auch Šafář, der Chef des Zentrums, zu Wort und stützte Zemans Aussagen.

Der inzwischen entlassene Šafář äußerte sich gegenüber einem Radiosender mit Gleichmut:

Die Verteidigungsministerin hat das Recht, den Leiter dieses Instituts zu benennen und zu entlassen. Sie hat von ihrem Recht Gebrauch gemacht und mich von meinem Posten zurückgerufen.

Nach Zemans Angaben sei das Nervengift nur zu Forschungszwecken hergestellt worden. Nach Beendigung des Programms wurden die produzierten Mengen vernichtet.

Das Außenministerium bemühte sich daraufhin um zusätzliche Aufklärung. Der in Brünn produzierte Stoff trug die Bezeichnung A-230, während es sich bei dem in Salisbury zum Einsatz gekommenen Gift um A-234 handle. Eine Verbindung zum Fall Skripal schloß das Außenministerium kategorisch aus.

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