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Dokumentiert: Der OPCW-Bericht zum Fall Skripal in deutscher Übersetzung

Dokumentiert: Der OPCW-Bericht zum Fall Skripal in deutscher Übersetzung
Wissenschaftler der OPCW untersuchten die in Salisbury entnommenen Proben (Symbolbild).
Der OPCW-Bericht zum Fall Skripal veranlasste jüngst zahlreiche deutsche Medien sowie die Bundesregierung zur Verbreitung antirussischer Fake News. RT Deutsch dokumentiert den wichtigen Bericht erstmals in deutscher Übersetzung.

Als die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) vor drei Wochen ihren für die Öffentlichkeit bestimmten Bericht zum Fall Skripal herausgab, hieß es im deutschen Medien-Mainstream, die Organisation habe "die russische Herkunft" der Substanz bestätigt, mit der Sergej und Julia Skripal vergiftet worden seien.

Tatsächlich macht der OPCW-Bericht keinerlei Angaben zur möglichen Herkunft des Giftes. Nachdem RT Deutsch verschiedene Medien per Twitter auf ihre Falschberichterstattung aufmerksam gemacht hatte, setzte das große Zurückrudern ein. Dennoch behauptete das Auswärtige Amt eine Woche später wahrheitswidrig, die OPCW habe "ohne Zweifel das russische Gift 'Nowitschok' nachgewiesen".

Um weiteren Fake News dieser Art vorzubeugen, dokumentiert RT Deutsch im Folgenden den OPCW-Bericht erstmals in deutscher Übersetzung.

Bekanntmachung des Technischen Sekretariats der OPCW

Zusammenfassung der Aktivitäten, die auf Bitten des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland um technische Unterstützung durchgeführt wurden. (Technische Assistenz Visite TAV /02/18)

 1. Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland beantragten eine technische Unterstützung durch das Technische Sekretariat der OPCW (nachstehend "Sekretariat") nach Artikel 8 Absatz 38(e) des Chemiewaffenübereinkommens. Der Antrag bezieht sich auf einen Vorfall in Salisbury vom 4. März 2018 mit einer giftigen Chemikalie – angeblich einem Nervengift – und die Vergiftung und Krankenhauseinweisung von drei Personen.

 1. Der Generaldirektor entschied, ein Team für den technischen Beistand (TAV – Technische Assistenz Visite) in das Vereinigte Königreich zu entsenden.

2. Das TAV-Team wurde am 19. März zur Vorbereitung und vom 21. März bis 23. März für einen vollständigen Einsatz in das Vereinigte Königreich entsandt.

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3. Das Team erhielt Informationen über die medizinischen Befunde der betroffenen Personen, Herrn Sergej Skripal, Frau Julia Skipal und Herrn Nicholas Bailey. Sie beinhalteten Angaben über ihren Acetylcholinesterase-Status seit ihrer Einlieferung sowie Informationen über die Behandlung.

4. Das Team konnte Blutproben der drei betroffenen Personen unter voller Einhaltung der Beweismittelkette nehmen und dem OPCW-Labor sowie den von der OPCW benannten Labore zur anschließenden Analyse übermitteln. Es führte die Identifikation der drei Personen anhand offizieller Lichtbildausweise durch.  

5. Das Team konnte vor Ort Umwelt-Stichproben unter voller Einhaltung der Beweismittelkette an Standorten entnehmen, die als mögliche "Hot-Spots" einer Restkontamination identifiziert wurden. Die Proben wurden zur weiteren Analyse durch die von der OPCW benannten Labore an das OPCW-Labor zurückgeschickt.

6. Das Team beantragte und erhielt Teile ("Splits") von Proben, die von britischen Behörden zur Lieferung an das OPCW-Labor in Rijswijk, Niederlande, und zur anschließenden Analyse durch die von der OPCW benannten Labore genommen wurden. Dies geschah zu Vergleichszwecken und zur Überprüfung der Analyse des Vereinigten Königreichs.

7. Das Team wurde über die Identität der vom Vereinigten Königreich identifizierten toxischen Chemikalie unterrichtet und konnte die Analyseergebnisse und Daten aus der chemischen Analyse von biomedizinischen Proben, die von den britischen Behörden von den betroffenen Personen gesammelt wurden, sowie von den vor Ort gesammelten Umweltproben überprüfen.

Salisbury, 6. März: Ohne Schutzanzüge sichern Polizistinnen den Eingang des Hauses von Sergej Skripal. An der Haustür wurde laut britischen Behörden Nowitschok angebracht. Aufgrund der immer noch von diesem ausgehenden Gesundheitsrisiken erwägen sie, das Haus abzureißen.

8. Die Analyseergebnisse von biomedizinischen Proben, die von den OPCW-Laboren durchgeführt wurden, zeigen die Exposition der drei hospitalisierten Personen gegenüber dieser toxischen Chemikalie.

9. Die Ergebnisse der von den OPCW-Laboren durchgeführten Analyse der Umweltproben zeigen das Vorhandensein dieser giftigen Chemikalie in den Proben.

10. Die Ergebnisse der Analyse der Umweltproben und biomedizinischen Proben durch die OPCW-Labore, die vom OPCW-Team gesammelt wurden, bestätigen die Ergebnisse des Vereinigten Königreichs in Bezug auf die Identität der in Salisbury verwendeten toxischen Chemikalie, die drei Personen schwer verletzt hat.

 11. Das TAV-Team stellt fest, dass die toxische Chemikalie von hoher Reinheit ist. Letzteres wird aus der fast vollständigen Abwesenheit von Verunreinigungen geschlossen.

12. Name und Struktur der identifizierten toxischen Chemikalie sind im vollständigen Abschlussbericht des Sekretariats enthalten, der den Vertragsstaaten zur Verfügung steht.

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