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Fall Skripal: Ex-Spion kam vermutlich zu Hause mit Nervengift in Kontakt

Fall Skripal: Ex-Spion kam vermutlich zu Hause mit Nervengift in Kontakt
Im Zuge ihrer Ermittlungen untersuchten die britischen Behörden ein Pub, ein Restaurant und einen Friedhof in Salisbury. Nun gehen sie davon aus, dass der Ex-Spion offenbar an der eigenen Haustür mit dem Gift in Kontakt kam.
Der vergiftete Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia kamen wohl zu Hause in Kontakt mit dem Kampfstoff. Laut Polizei wurde an der Tür ihres Wohnhauses dessen höchste Konzentration gefunden. Österreich will weiter keine russischen Diplomaten ausweisen.

Laut britischen Ermittlern sind der russische Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia offenbar zu Hause vergiftet worden. So soll an der Eingangstür ihres Wohnhauses im englischen Salisbury die "höchste Konzentration" des Nervengifts gefunden worden sein.

Der Polizeikommissar Dean Haydon sagte am Mittwochabend: "An diesem Punkt unserer Untersuchungen glauben wir, dass die Skripals zum ersten Mal an ihrer Haustür mit dem Nervengas in Kontakt kamen." Nun sollen sich die Ermittlungen der britischen Polizei auf die Wohnung und deren Umfeld konzentrieren. "Diejenigen, die in der Nachbarschaft der Skripals leben, können damit rechnen, dass Beamte Durchsuchungen durchführen, aber ich möchte Ihnen versichern, dass das Risiko gering bleibt und unsere Durchsuchungen vorsorglich sind", so Polizeikommissar Haydon.

Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der Innenstadt von Salisbury entdeckt worden. Die britischen Ermittler gehen davon aus, dass sie mit dem in der früheren Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok vergiftet wurden. Beide befinden sich seitdem in einem kritischen, aber stabilen Zustand.

Europapolitiker der CDU kritisieren die österreichische Regierung für Zurückhaltung

Großbritannien wirft Russland vor, für den Giftanschlag verantwortlich zu sein. Moskau bestreitet das. Trotz fehlender Beweise wiesen weltweit inzwischen 26 Staaten russische Diplomaten aus, darunter auch Deutschland, Frankreich und die USA. In der Europäischen Union weigern sich aber mehrere Länder, sich den Ausweisungen von Botschaftspersonal anzuschließen. Dazu gehören unter anderem Österreich, Luxemburg, Griechenland, Bulgarien, Slowenien, Zypern und die Slowakei.

Nun wird die österreichische Regierung scharf für ihre Absage an vorschnellen Reaktionen kritisiert. Der Außenexperte Elmar Brok sagte in der Bild am Donnerstag, alle EU-Staaten hätten gemeinsam handeln müssen: "Dass Österreich auf Neutralität pocht, ist absurd, schließlich geht es um Solidarität für ein EU-Land, in dem ein offensichtlich von Russland befohlener Giftanschlag verübt wurde." Der Europa-Abgeordnete David McAllister sagte, alle EU-Staaten inklusive Österreich sollten volle Solidarität zeigen.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte am Dienstag getwittert, man wolle "Brückenbauer zwischen Ost und West sein und Gesprächskanäle nach Russland offenhalten".

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(rt deutsch/dpa)

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