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Theresa May: Russland höchstwahrscheinlich für "Fall Skripal" verantwortlich

Theresa May: Russland höchstwahrscheinlich für "Fall Skripal" verantwortlich
Theresa May
Ministerpräsidentin Theresa May informierte das Unterhaus über die Vergiftung des russischen Ex-Doppelagenten Sergei Skripal und seiner Tochter. May sagte den Abgeordneten, es habe sich wahrscheinlich um einen militärischen Nervenkampfstoff aus Russland gehandelt.

May sagte, der Angriff sei entweder eine direkte Tat des russischen Staates in Großbritannien gewesen, oder die russische Regierung habe zugelassen, dass ihr Nervenkampfstoff in die falschen Hände geraten sei:

Die Regierung ist zu dem Schluss gekommen, dass Russland höchstwahrscheinlich verantwortlich ist.

Skripal und seine 33-jährige Tochter befinden sich im Salisbury District Hospital in einem kritischen Zustand, nachdem sie am vergangenen Sonntag auf einer Parkbank bewusstlos aufgefunden wurden. Die Polizei bestätigte, dass sie die Angelegenheit als versuchten Mord mit einem Nervengift behandelt. May sprach von einem ernstzunehmenden "Angriff". 

Die britische Innenministerin Amber Rudd beschrieb den Fall als "unerhört". Daniel Sandford von der BBC sagte, die jetzt angeforderten Militärs seien "Experten im Bereich der chemischen, biologischen, nuklearen und radiologischen Kriegsführung". Es ginge darum, Fahrzeuge und Gegenstände vom Tatort zu entfernen, die bei der Unterstützung der Opfer angefordert wurden, jetzt aber kontaminiert sein könnten. 

Am Wochenende exhumierten britische Ermittler auf einem Friedhof in Salisbury den Leichnam von Sergei Skripals Ehefrau Ljudmila.

Sergei Skripal war Mitglied des russischen Militärgeheimdienstes und wurde von Großbritannien als Doppelagent angeworben. Im Jahr 2004 flog er auf und wurde in Russland zu 13 Jahren Haft verurteilt. Nach einem Agentenaustausch wurde Skripal in das Vereinigte Königreich ausgeflogen. Der Kreml dementiert entschieden jede Verwicklung in den jetzigen Vorfall. Die britische Boulevardpresse überschlägt sich derweil mit Spekulationen. Für die Allgemeinheit bestehe keine Gesundheitsgefahr. 

Kein "Business as usual" mehr mit Russland möglich

Das britische Unterhaus war sich einig, dass es kein "Business as usual" im Umgang mit Russland geben könne. Vorschläge, die im britischen Unterhaus als Reaktion gegen Russland zu hören waren: Beschlagnahmung von russischen Besitztümern und Ausweisung russischer Diplomaten.

Verbot von RT UK gefordert 

Dann rief ein britischer Abgeordneter zum Verbot von RT UK auf:

Können wir endlich die Übertragung des Putin-Propaganda-Kanals Russia Today einstellen? (...) Welche weitere Hilfestellung können wir den Menschen der Ukraine geben, die sich der Speerspitze der russischen Aggression entgegenstellen? 

Vor einer Äußerung im Bezug auf RT, so May, werde sie auf die Reaktion aus Moskau warten. 

Kritik an WM in Russland

Die Debatte mündete in der Frage, ob Russland überhaupt in der Lage sei, die Fussballweltmeisterschaft auszurichten. Großbritannien stehe an der Seite seiner Alliierten: den USA. 

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