Ungewohnte Bilder aus Rom: Winter legt italienische Hauptstadt lahm - Militär soll Schnee räumen

Ungewohnte Bilder aus Rom: Winter legt italienische Hauptstadt lahm - Militär soll Schnee räumen
Ein junger Priester während einer "Schneeballschlacht" auf dem Petersplatz im Vatikan.
Schnee ist in Rom eine Seltenheit - und wenn es ein paar Zentimeter schneit, herrscht in Italiens Hauptstadt der absolute Ausnahmezustand. Der Verkehr bricht zusammen, Touristenattraktionen bleiben zu. Aber ein paar Priester am Petersplatz haben viel Spaß.

Das Kolosseum in Weiß, Schneeballschlachten auf dem Petersplatz, Schlitten am Circus Maximus: In Rom hat Schnee das öffentliche Leben lahmgelegt. Die italienische Hauptstadt zeigte sich am Montagmorgen mit einer ungewöhnlichen weißen Decke überzogen. Alle Schulen und Kindergärten blieben geschlossen. Auch das Kolosseum, Italiens Top-Attraktion, blieb zu. Die Millionen-Stadt rief ihre Bewohner auf, sich möglichst wenig fortzubewegen. Der Zivilschutz ordnete an, dass das Militär die Straßen räumen solle.

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Ein Priester auf dem Weg zur Arbeit.

Im Zentrum seien zwischen fünf und zehn Zentimeter Schnee gefallen, teilte der Wetterdienst 3bmeteo mit. Öffentliche Busse und die Metro fuhren nur eingeschränkt. Am Flughafen Fiumicino und am Hauptbahnhof Termini gab es Probleme. Am Mittag bildete sich allerdings schon Schneematsch - in der Nacht sollte es allerdings Minusgrade haben.

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Das Kolosseum in Rom nach dem heftigen Schneefall.

Die Bürger vertrieben sich die Zeit anderweitig: Vor dem Petersdom warfen Priesteranwärter Schneebälle, Hunde tobten auf einem weißen Circus Maximus, Touristen schossen Selfies vor dem Trevi-Brunnen im Schnee. Hunderttausende Kinder hatten schneefrei. Die Stadt beriet, ob auch am Dienstag Schulen geschlossen bleiben. Manch einer erinnert sich an das Jahr 1985, als es schon einmal "so viel" geschneit hat. Andere verweisen auf das Jahr 2012, in dem es zum letzten Mal Schnee in Rom gab.

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So hat man die berühmte "Spanische Treppe" in Rom auch schon lange nicht mehr gesehen.

Ganz Italien ist derzeit von einer ungewöhnlichen Kältewelle erfasst. In der Apennin-Bergregion, wo auch vom Erdbeben zerstörte Städte wie Amatrice liegen, sollte es nachts bis zu minus 20 Grad kalt werden. Der Zivilschutz kam zu einer Sondersitzung zusammen. Schnee in Norditalien ist nicht ungewöhnlich, im Süden und an den Küsten schneit es dagegen nur selten.

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(rt deutsch/dpa)