Europa

England: Bisexueller "Neonazi" soll Terrorangriff mit Machete auf LGBT-Pride-Event geplant haben

Ein bisexueller rechtsextremer Terrorverdächtiger wird beschuldigt, einen tödlichen Angriff mit einer Machete auf ein LGBT-Pride-Event geplant zu haben. Sein Interesse an Nazis soll geweckt worden sein, nachdem er seine Freundin in Deutschland besucht hatte.
England: Bisexueller "Neonazi" soll Terrorangriff mit Machete auf LGBT-Pride-Event geplant haben© Friends & Supporters of the Furness LGBT Community / Facebook

Der 20-jährige Ethan Stables soll geplant haben, im Juni letzten Jahres bei einer Demonstration im englischen Barrow Menschen zu töten. Er bestreitet sowohl die Vorbereitung eines Terrorangriffs als auch Todesdrohungen ausgesprochen zu haben. Nach eigenen Angaben sei er nicht homophob, sondern versuchte nur, seine Freunde zu beeindrucken.

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Dem Gericht wurde zugetragen, dass Stables plante, während des Angriffs eine Axt und eine Machete einzusetzen. Der Plan wurde jedoch vereitelt, nachdem er anderen auf Facebook davon erzählt hatte.

Vor Gericht wurde ein Video von ihm gezeigt, in dem er sagte: "Homosexuelle sehen im Feuer schöner aus", als er die Regenbogenfahne verbrannte. Er behauptete vor Gericht, er habe zu viel Angst davor gehabt, seine Sexualität zu enthüllen, weil seine Eltern "angewidert" wären und beteuerte, er habe selbst sexuelle Erfahrungen mit Männern gemacht.

Ich bin angewidert und schäme mich für das, was ich gesagt habe. Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Es tut mir leid", erklärte Stables den Geschworenen.

Die Mutter des Angeklagten, Elaine Asbury, gab einer Jury gegenüber an, er habe Deutschland besucht und nach der Rückkehr nach Großbritannien die ethnische Säuberung Adolf Hitlers verteidigt.

Als er zurückkam, begann eine weitere seiner fantastischen Wahnvorstellungen. Ich versuche, nett zu sein, weil er dort sitzt", sagte sie, als sie ihren Sohn auf der Anklagebank ansah. "Er war sehr aufrichtig, er sagte, die Deutschen seien nicht so schlecht, wie man denkt, es ging nicht um ethnische Säuberungen, sondern um die Reinheit der Rasse."

Asbury erzählte auch, wie die Verhaltensprobleme ihres Sohnes im Alter von zwei Jahren begannen.

Als er in seinen schrecklichen Zweiern war, legte er ein Verhalten an den Tag, das nicht ganz im Bereich dessen lag, was man erwarten würde.

Laut seiner Mutter wurde bei ihm das Asperger-Syndrom diagnostiziert, als er fünf Jahre alt war.

Stables behauptete, er sei zu ängstlich, um zu offenbaren, dass er bisexuell sei, weil sein "rechter Großvater angewidert wäre". Asbury antwortete darauf: "Ich denke, Ethan wäre überrascht, wenn er wüsste, dass Großvater ein bisschen annehmender ist, als er glaubt. "

Er will nur, dass Ethan glücklich ist. Er wird zu seiner eigenen Zeit entscheiden, was ihn glücklich macht und wer ihn glücklich macht.

Der Prozess wird in Gegenwart von Psychiatern fortgesetzt, die vor Prozessende als Zeugen aussagen sollen.

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