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Polens Verteidigungsminister lockt mit Vertragsschluss: Preis für Patriot-Raketensystem soll stimmen

Polens Verteidigungsminister lockt mit Vertragsschluss: Preis für Patriot-Raketensystem soll stimmen
Der polnische Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak bei seiner Amtsvereidigung (Warschau, 9. Januar 2018, Quelle: Reuters)
Seit dem Jahr 2014 dauern die Verhandlungen zwischen Polen und den USA zwecks Ankaufs von "Patriot"-Raketenabwehrsystemen an. Forderungen und Bedingungen schwankten stark. Die polnische Seite verlangte teils Technologie, die noch gar nicht auf dem Markt war.

Noch Ende letzten Jahres soll das Angebot eines Rüstungspakets rund um das US-amerikanische Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystem "Patriot" für Warschau zu teuer gewesen sein. Laut dem Nachrichtenportal defensenews.com soll der Preis zuletzt bei knapp achteinhalb Milliarden Euro gelegen haben.

Wie jedoch der polnische Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak am Mittwoch in einem Tweet offengelegt hat, sollen sich die polnisch-US-amerikanischen Verhandlungen um das Abwehrsystem bald einem erfolgreichen Ende nähern. Auf Twitter erklärte er:

Ein US-amerikanischer Soldat untersucht eine Einheit des Flugabwehrraketen-Systems Patriot während einer polnisch-US-amerikanischen Übung in Sochaczew bei Warschau; Polen, 21. März 2015, Quelle: Reuters

Mehr zum Thema - Polen rüstet weiter auf: Neue Waffendeals für die NATO-Ostflanke

Gute Nachrichten im Fall des 'Weichsel-Programms'. Wir bekamen einen niedrigeren Preis und einen früheren Lieferungstermin [in Aussicht gestellt]. Die Preissenkung begrenzt nicht die zu erwartende Kampfleistung des Systems. Wir sind auf gutem Wege, den Vertrag vor Ende des ersten Quartals 2018 zu unterschreiben.

Warschau geht von zufriedenstellenden Zukunftsaussichten für den Deal aus

Die polnische Regierung führt dieses kolossale Rüstungsprojekt unter dem Titel "Weichsel-Programm". US-amerikanische Firmen wie Raytheon, Lockheed Martin und Northrop Grumman sind involviert. Wie weit der angebotene Preis für das Rüstungspaket gesunken ist und welche Kompromisse demnach die polnische Seite eingehen musste, war aus dem kurzen Tweet Błaszczaks nicht ersichtlich. Außerdem soll es noch Gespräche mit den genannten kommerziellen Rüstungsfirmen in naher Zukunft geben, für die sich die polnische Regierung einen weiteren Preisnachlass erhofft.

Die kurz erwähnte "neue Technologie", die es noch nicht auf dem Markt gibt, die sich zu sichern Polen aber bereits jetzt im Begriff ist, heißt "Integrated Battle Command System" (IBCS). Darunter ist ein Führungs- und Kontrollsystem zu verstehen, das speziell für das System "Patriot" entwickelt wird. Mithilfe dieser Technologie möchte sich Polen in seiner Verteidigungsfähigkeit mittelfristig verselbstständigen und eine eigene wichtige Rolle in Mitteleuropas Rüstungsindustrie übernehmen. 

Błaszczak strebt nach langwierigen Verhandlungen zügige Finalisierung an

RT Deutschberichtete vor einigen Wochen eingehend, auf welchen Prämissen der potenzielle Kauf fußt und welche Risiken für Polen für den Fall bestehen bleiben, dass es tatsächlich zum Erwerb und Einsatz des Abwehrsystems kommen sollte. Des Weiteren ist diese Entwicklung ein offensichtlicher Teil der militärischen Erweiterung der so genannten NATO-Ostflanke.

Aufgrund der bisher verhältnismäßig langen Verhandlungszeit zwischen dem polnischen Verteidigungsministerium und der US-amerikanischen Regierung scheint die Motivation des vor einem Monat ernannten neuen Ministers Błaszczak hoch zu sein, das Rüstungsgeschäft so zügig wie möglich zu finalisieren.

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