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London: Zusteller vermehrt Säureangriffen durch Kriminelle ausgesetzt

London: Zusteller vermehrt Säureangriffen durch Kriminelle ausgesetzt
Säureopfer, Großbritannien, 31. Juli 2017.
Kriminelle in London bedienen sich zunehmend zerstörerischer Substanzen, um Essens-Zustellern die Motorräder zu entwenden. Im Jahr 2016 gab es in London 400 solcher Säureangriffe. Von der Politik fühlen sich die Arbeiter, die oft einen Migrationshintergrund haben, alleingelassen.

Abu Sumon, Zusteller der Firma Uber Eats in London klagt:

Die Säureangriffe haben zu einem Schrecken in unseren Köpfen geführt. Das ist unsere größte Sorge dieser Tage. 

Seit 2010 erfassten Polizeidienststellen 1.800 gemeldete Säureangriffe in London. Insbesondere zwischen 2015 und 2016 kam es mit einem Plus von 70 Prozent zu einem dramatischen Anstieg solcher Übergriffe.

Die Kriminellen nutzen aus, dass die Angestellten der Lieferdienste bei Nacht allein unterwegs sind. Jabed Hussain wurde Opfer eines solchen Angriffs. Ein Teenager sprühte Säure auf ihn, als er für Ueber Eats tätig war: 

Ich kann nicht erklären, wie sich das anfühlt. Ich heulte wie ein Baby. Ich traue im Moment niemandem mehr. 

Zu seinem Glück war er durch einen Helm geschützt. Heute lebt er in ständiger Angst, dass sich dieses Ereignis wiederholt. Aus Furcht vor Übergriffen teilen die Zusteller ihre Orte via WhatsApp den Kollegen mit, insbesondere wenn sie in Gegenden mit hoher Kriminalitätsrate liefern. Dazu gehören in London Hackney, Tower Hamlets und Newham. Wenn es geht, meiden sie es, diese Gegenden zu beliefern. Für sie sind es No-Go-Areas. 

Die Politik, so Sumon, tue nichts, um zu helfen: 

Weil wir zur Arbeiterklasse gehören und viele von uns einen Migrationshintergrund haben [...] fühle ich, dass es Ablehnung von Seiten der Gesetzeshüter gibt und von Seiten der Regierung. Sie scheren sich anscheinend nicht um uns. 

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