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"Teil der Kriegsvorbereitung" - Pentagon analysiert europäische Kampfbereitschaft gegen Russland

"Teil der Kriegsvorbereitung" - Pentagon analysiert europäische Kampfbereitschaft gegen Russland
Polnische und US-amerikanische Soldaten während der gemeinsamen NATO-Übung "Anakonda" am 7. Juni 2016.
Die US-Regierungsbehörde Defence Logistics Agency prüft in fünf Staaten - Polen, Finnland, Moldawien, Weißrussland und der Ukraine - deren Bereitschaft für Versorgung und US-Truppennachschub. Militärexperten werten dies als weiteren Schritt zur Kriegsvorbereitung.

Dies geht aus Dokumenten hervor, die RT vorliegen. Das Pentagon brauche diese Analyse, um sich mit logistischen Netzwerken zur Lieferung verschiedener Waren in diesen Ländern vertraut zu machen. Eine entsprechende empirische Analyse wurde von der Defence Logistics Agency öffentlich auf der Webseite der Regierung am 12. Januar als "Ausschreibung für das Programm zur Erweiterung der industriellen Basis in Osteuropa" mit Einsendeschluss am 2. Februar in Auftrag gegeben. 

US-Truppen im deutschen Vilseck während der Truppenverlegung im Rahmen der

Um die Bereitschaft der Industrie [in Kriegszeiten – Anm. d. Red.] zu steigern, müssen die staatlichen Planungsbehörden eine Vorstellung von der Arbeit internationaler logistischer Netzwerke sowie von den Aspekten haben, die für die kulturellen Besonderheiten, die Arbeit der Zolldienste, die Infrastruktur, die Versorgungsschwierigkeiten und die Nuancen der Logistik in einem Land oder einer Region bezeichnend sind", so erklärte das US-amerikanische Verteidigungsministerium das Vorhaben auf eine RT-Anfrage.

Die endgültigen Berichte sollen folgende Informationen enthalten: Angaben über die lokalen und regionalen Quellen von Wasser, Lebensmitteln, Brennstoff, Medikamenten, Kleidung und vieles mehr. Das Sammeln der Daten soll im Rahmen der Regierungsprogramm Ibex erfolgen, das die Möglichkeiten der militärischen Nutzbarmachung weltweiter industrieller Ressourcen zugunsten der US-amerikanischen Streitkräfte untersucht, Rettungseinsätze inklusive.

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Experte: Sammlung ist "Teil von Kriegsvorbereitungen"

Speziell in Polen, Finnland, Weißrussland, Moldawien und der Ukraine interessiert sich das Pentagon für Sand, Zement, Stacheldraht usw. Zudem müsse in den Berichten angegeben werden, ob irgendwelche Probleme bei Lieferungen der oben genannten Produkte auftreten. Die Analyse soll außerdem Angaben über die Zeit enthalten, die eine Lieferung von Materialien aus den USA in diese Länder über den Luft- und Seeweg in Anspruch nehmen würde.

Die Defence Logistics Agency soll auch die Verkehrsinfrastruktur der osteuropäischen Staaten untersuchen, darunter Häfen, Eisen- und Autobahnen, Flughäfen sowie Brücken.

Wie der militärische und politische Analytiker Konstantin Siwkow gegenüber RT sagte, ist das Sammeln solcher Angaben ein Teil der Kriegsvorbereitung. In den betroffenen Ländern werden die Infrastruktur und die Möglichkeiten der dortigen Industrie im Falle eines Einmarsches der NATO-Truppen unter die Lupe genommen. Andere russische Militärexperten und Politiker, die russische Medien zu diesem Thema befragt hatten, heben die Tatsache hervor, dass solche Infrastrukturanalysen Militärbehörden in allen Staaten interessieren. Verwunderlich sei allerdings in diesem Fall die Tatsache, dass das Sammeln der Daten so unverhüllt mittels öffentlicher Ausschreibung erfolgt.

US-Militärangehöriger bei weltweitern US-Militärübung

Das ist ein Teil des psychologischen Drucks auf Russland und auf die formell neutralen Staaten um Russland herum, um zu zeigen, wer der 'Herr im Hause' ist. Nebenbei wird eine weitere Aufstockung der Militärausgaben für amerikanische Wähler begründet", sagte der Vorsitzende des Komitees für internationale Angelegenheiten im Föderationsrat, Konstantin Kossatschow, gegenüber Fernsehkanal Rossija 1.

Wird das offizielle Minsk den Braten riechen?

Eine angemessene Reaktion auf diesen Vorstoß seien diplomatische Protestnoten der betroffenen Staaten und Demos vor US-Botschaften, da diese in amtlichen Dokumenten ungefragt als ein möglicher Kriegsschauplatz betrachtet werden, so der russische Außenpolitiker.

Das Mitglied des weißrussischen Gesellschaftlichen Kammer Nikolai Sergeew ist über die Pentagon-Ausschreibung besorgt, aber nicht verwundert. Denn es gibt seit langem Pläne zur Zerschlagung des Bündnisses zwischen Russland und Weißrussland, sagte er in einem Gespräch mit RT.

Mit dieser Aktion prüfen die USA, inwiefern das offizielle Minsk die Situation begreift, die sich in der Welt entfaltet oder ob es so weiter so tun wird, als ob nichts geschieht", so der Politiker.

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