Polnischer Mann auf einem Flugzeugflügel in Malaga: Ausgestiegen wegen Atemnot

Polnischer Mann auf einem Flugzeugflügel in Malaga: Ausgestiegen wegen Atemnot
Der Geschäftsführer der irischen Fluglinie Ryanair, Michael O'Leary, simuliert den Start eines Fluges vor einer Pressekonferenz (Marseilles, Frankreich, 10. Mai 2006, Quelle: Reuters/ Jean-Paul Pelissier)
Ein 57-jähriger Pole hat entgegen der Anweisungen der Crew selbstständig das Flugzeug verlassen und lief raus auf den linken Flügel der Ryanair-Maschine. In den ersten Berichten war von Starrsinn die Rede. Erst später kam eine andere mögliche Erklärung.

Am Dienstag berichtete die Dailymail erstmals über einen Ausstieg der anderen Art: Ein Passagier der Ryanair-Fluglinie gelang über den Notausgang des Flugzeuges nach draußen. Die Maschine hatte seine Route vom britischen Stansted aus gestartet, das Ziel war die spanische Stadt Malaga. 

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Nach der Landung habe sich der Ausstieg soweit verzögert, dass der Passagier – ein gebürtiger Pole, der in Spanien lebt – plötzlich sein Handgepäck packte, sich eigenhändig am Ausgang behalf, die Kabinentür öffnete und anschließend hinaus auf den Flugzeugflügel stieg.

Laut den Aussagen weiterer Fluggäste habe es bis zu 30 Minuten gedauert, bevor dem Mann anscheinend die Geduld abhanden kam und er sein Schicksal in die eigenen Hände legte.

Am Mittwoch erneuerte jedoch die Dailymail ihren Bericht, in dem sie erläuterten, dass der Mann "einen Asthmaanfall erlitten habe und das Flugpersonal das ignorierte", woraufhin er sich entschloss, die Kabine selbstständig zu verlassen. Die britische Tageszeitung konnte mit dem Sitznachbar des Mannes sprechen, Raj Mistry, der folgende Erklärung gab:

Ich sprach mit ihm durchweg während des Fluges. Es gab einige Male, als er seinen Inhalator benutze. Er nahm auch Medikamente zu sich, kurz bevor das Flugzeug abhob. Der Spott, den der Mann im Internet bekommt, hat er nicht verdient. Wenn die Leute nur von seiner Krankheit wüssten, würden sie es wahrscheinlich besser verstehen.

Ein Teil dieses Geschehens wurde von anderen Passagieren gefilmt.

Nach den Bemühungen des Personals konnte der Mann überzeugt werden, in die Flugkabine zurückzukehren.

Zwar wurde der Passagier nicht verhaftet, aber für die Ordnungswidrigkeit muss er mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

Wichtig ist, dass die Geschichte erst als ein nicht nachvollziehbarer, skurriler Anfall von Eigensinnigkeit dargestellt wurde und erst später die eigentliche Erklärung eingeholt wurde. Nämlich, dass sich bei dem 57-jährigen Mann ein Asthmaanfall aufbaute und er versuchte, das dem Personal verständlich zu machen, aber ohne adäquaten Erfolg.

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