„Ambulanz des Todes“ – Italienischer Sanitäter soll für die Mafia Patienten totgespritzt haben

„Ambulanz des Todes“ – Italienischer Sanitäter soll für die Mafia Patienten totgespritzt haben
(Symbolbild). Ein makaberes Geschäftsmodell: Bei den Rettungseinsätzen ging es nicht um Heilung, sondern um den Umsatz eines Bestattungsunternehmens.
Die sizilianische Polizei hat einen Sanitäter wegen Mordverdachts festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, Menschen getötet zu haben, um Geld mit einem Bestattungsinstitut zu verdienen, das mit der Mafia in Verbindung steht.

Der Sanitäter soll bei mindestens drei todkranken Patienten Luft in die Venen gespritzt haben, als sie im Krankenwagen nach Hause gebracht wurden. Für jede Leiche soll er jeweils 300 Euro erhalten haben. Italienische Medien sprechen von der "Ambulanz des Todes".

Die Polizei nahm den Mann nach einem Hinweis eines ehemaligen Mafia-Mitglieds fest. Der Informant soll mit den Behörden der Stadt Catania und einem investigativen Fernsehprogramm gesprochen haben. Der Sanitäter soll nun wegen Mordes angeklagt werden.

Ihm wird vorgeworfen, Patienten Luft in die Venen gespritzt zu haben, wodurch die Patienten an einer Embolie starben. Der 42-jährige Mann soll dann die Trauer der Familien ausgenutzt haben, indem er ein Bestattungsunternehmen empfahl, das mit der sizilianischen Mafia verbunden ist und von der er dafür eine Provision erhielt.

Ermittlungen deuten offenbar darauf hin, dass das System schon seit 2012 angewendet worden sein könnte. Demnach könnte es deutlich mehr Opfer geben. Laut den Ermittlern wurden Dutzende von Todesfällen in Biancavilla untersucht, aber nur zwölf wurden bisher als "stichhaltig" eingestuft und nur drei wurden einem Untersuchungsrichter vorgelegt.

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