Merkel erkundigt sich bei Putin über Abzug der russischen Offiziere aus dem Donbass

Merkel erkundigt sich bei Putin über Abzug der russischen Offiziere aus dem Donbass
Am Donnerstag telefonierte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Es ging bei dem Gespräch um den Abzug russischer Offiziere aus dem gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordination der Waffenruhe (JCCC) im Donbass.

Wie die Pressestelle des Kremls mitteilte, erkundigte sich die Bundeskanzlerin nach den Gründen für den Abzug russischer Offiziere aus dem Donbass. Der russische Präsident habe daraufhin erklärt, dass die Präsenz russischer Militärs und die Umsetzung ihrer Pflichten durch die ukrainische Regierung bereits seit längerem erschwert wurde.

Demnach einigten sich Merkel und Putin darauf,

weiterhin offene Fragen zu erörtern, dessen Entscheidung für die Erneuerung der vollständigen Arbeit des Zentrums für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe notwendig ist“.

So ein Händeschütteln könnte jetzt der Vergangenheit angehören: Der Chef der russischen Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe im Donbass, General-Major Rustam Muradow (L.), und der stellv. Leiter der OSZE-Mission, Alexander Hug, am 16. April 2016.

Zudem sollten Berater die Bedingungen ausarbeiten, die

die Rückkehr der russischen Offiziere in diese Struktur ermöglichen würden“.

Auch die Initiative des gegenseitigen Gefangenenaustausches zwischen den Seiten des ukrainischen Konflikts sollte umgesetzt werden, so der Pressedienst der Bundesregierung.

Die Bundeskanzlerin und der russische Präsident unterstrichen die Bedeutung der Einigung auf einen Gefangenaustausch, der schnellstmöglich stattfinden solle, als wichtigen Schritt bei der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen. 

Beide hätten weiterhin die von der Kontaktgruppe verkündete weihnächtliche Waffenruhe unterstützt, hieß es bei der Pressestelle des Kremls.

Am Dienstag zog Russland seine 75 Militärbeobachter aus dem Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordination (JCCC) ab. Das Gremium half, die militärische Eskalation im Krisengebiet zu verhindern

Kiew habe die weitere Arbeit der russischen Offiziere, die bei dem ukrainisch-russischen gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordination der Waffenruhe im Donbass tätig waren, unmöglich gemacht.

Laut dem Sprecher der selbsternannten Donezker Volksrepublik Russland Jakubow war der Abzug der russischen Offiziere erzwungen und daher vorzeitig.

Ihre Ablösung sollte erst in anderthalb Monaten kommen“, so Jakubow gegenüber dem Nachrichtendienst Sputnik.