Kooperation zwischen russischer und britischer Polizei bei WM 2018

Kooperation zwischen russischer und britischer Polizei bei WM 2018
Polizist beim Spiel Schottland gegen England, Glasgow, Schottland, 10. Juni 2017.
Russland bereitet sich auf seine Rolle als Gastgeber der Weltmeisterschaft 2018 vor. Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und Randalierer sondieren zu können, kooperiert die russische mit der britischen Polizei. Was der Diplomatie nicht vermag, gelingt beim Sport.

Bei einem Fußballspiel in Manchester waren auch russische Sicherheitsbeamte zugegen, um die Arbeitsweise der britischen Polizei in der Prävention von Eskalationen im Stadion zu begleiten. Mit Hilfe einer Überwachungskamera beobachten Polizisten die Bewegungen der Fans im Stadion. Für das Champions-League-Spiel zwischen Manchester United und CSKA Moskau erlangte die Polizei Informationen, dass eine Gruppe Randalierer auf dem Weg in das Stadion sei. Die Polizei setzte daraufhin eine Gruppe von 60 Menschen vor Zutritt der Spielstätte fest und begleitete sie zurück an den Bahnhof. England ist bekannt für seine Hooligan-Fußball-Kultur, und die Polizei ist auf die Störenfriede eingestellt. Überwachung und strenge Gesetzte haben geholfen, Randalen in Stadien einzuschränken. 

Der stellvertretende Polizeipräsident Mark Roberts gegenüber der AFP zur britisch-russischen Zusammenarbeit: 

Es ist eine Möglichkeit, Verbindungen und ein Verhältnis aufzubauen, ihnen zu erklären, wie mit britischen Fans normalerweise umgegangen wird, wie wir sie kontrollieren würden."

Der Austausch zwischen Russland und Großbritannien führte auch zum Besuch einer britischen Polizeidelegation nach Moskau, als zu Beginn des Jahres dort ein Spiel gegen ein britisches Team stattfand. Wenn England in Wolgograd, Nischni Nowgorod und Kaliningrad spielt, werden britische Polizisten in eigens für die WM eingerichteten Kontrollzentren sitzen und die russischen Kollegen unterstützen. Die britische Botschaft in Moskau hat alle elf Spielstätten im Hinblick auf Sicherheitsvorkehrungen besichtigt.  

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