icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Finnland: Journalistin berichtet über Spionage gegen Russland und handelt sich eine Razzia ein

Finnland: Journalistin berichtet über Spionage gegen Russland und handelt sich eine Razzia ein
Der finnische Militärgeheimdienst soll das russische Militär ausspioniert haben, will die Journalistin Laura Halminen herausgefunden haben. Ihre Enthüllung wurde am Samstag publiziert, woraufhin es am Sonntag zu einer Hausdurchsuchung kam.

Laut der finnischen Zeitung Helsingin Sanomat, ihrem Arbeitgeber, hat die Journalistin angegeben, dass sie ihren Laptop mit einem Hammer zerstören wollte – „um sicherzustellen, dass die Quellen bestmöglich geschützt werden“.

Als aus dem Computer dann Qualm aufstieg, rief die Journalistin die Feuerwehr, mit welcher zusammen auch die Polizei erschien. Die Polizei durchsuchte dabei Halminens Haus und beschlagnahmte Computer wie Datenträger. Das ist in Finnland, wo die Pressefreiheit als sehr geschützt gilt, recht ungewöhnlich – besonders ohne Durchsuchungsbeschluss im klassischen Sinne. Am Vortag war ein Artikel über die Geheimdienste erschienen, in dem enthüllt wurde, dass die Finnen ihre russischen Nachbarn ausspionieren. Die Aktivitäten der finnischen Dienste sind in den Fokus geraten, weil eine Erweiterung ihrer Berechtigungen im Raum stehen, Finnen im Internet zu überwachen.

Mehr zum Thema: Deutsche Journalistin Mesale Tolu kommt nach über sieben Monten aus U-Haft in Türkei frei 

Kurz nach Veröffentlichung des Artikels am Samstag meldete sich auch der finnische Präsident, Sauli Niinisto, mit einem Statement zu Wort, in dem er mitteilte, eine Ermittlung wegen der im Artikel veröffentlichen Leaks sei bereits eingeleitet.

Nachdem die Polizisten, die wegen des Brandes in das Haus kamen, gemeldet hatten, dass im Keller ein Laptop brannte, wurde der Zentralen Kriminalpolizei zufolge „eine Spezialdurchsuchung in Wohn- und Kellerräumen“ angeordnet, berichtet Reuters.

Die Gefahr, dass Beweise vernichtet würden, hätte diesen Schritt veranlasst. Der Chefredakteur der Helsingin Sanomat, Kaius Niemi, bezeichnete die Durchsuchung, bei der auch Mobiltelefone und Speichersticks konfesziert wurden, als „sehr besorgniserregend“.

Mehr lesen: Keine Hymne am Unabhängigkeitstag der Finnen

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen