Eskalation in Kiew: Saakaschwili aus Polizeiauto befreit - Aufrufe zum Sturz von Poroschenko

Eskalation in Kiew: Saakaschwili aus Polizeiauto befreit - Aufrufe zum Sturz von Poroschenko
Rund 200 Anhänger des vor wenigen Stunden festgenommenen ehemaligen georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili blockieren derzeit Straßen und errichten Barrikaden im Herzen der ukrainischen Hauptstadt. Die Polizei setzte Tränengas und Knüppel gegen die Demonstranten ein.

Die ukrainischen Sicherheitskräfte ging zum Teil massiv gegen Demonstranten vor, die die Freilassung des ehemaligen Präsidenten Georgiens fordern, der wenige Stunden zuvor festgenommen wurde.

Mehrere Menschen wurden laut lokalen Medien bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften verletzt. Mehr als 200 Saakaschwili-Anhänger sperrten die Straßen in der Nähe seiner Wohnung in Kiew ab und brachen die Tür des Polizeiautos auf, welches ihn zu einer Haftanstalt bringen sollte. Dabei soll Saakaschwili auch die Flucht gelungen sein.

Die Protestierenden errichten Barrikaden aus Reifen, Steinen und Mülltonnen. Eine Frau wurde festgenommen, weil sie die Frontscheibe eines Polizeiwagens zerschmetterte, berichtete RIA Novosti unter Berufung auf das Innenministerium.

Am Dienstagvormittag hatte sich der ehemalige Präsident Georgiens und Ex-Gouverneur der ukrainischen Region Odessa auf das Dach seines Hauses in Kiew begeben und damit gedroht, sich hinunter zu stürzen. Währenddessen durchsuchten Sicherheitskräfte seine Wohnung. Saakaschwili wurde daraufhin festgenommen und sollte wegen des Verdachts der Beihilfe zu Straftaten und der Verschleierung krimineller Aktivitäten verhört werden.