Zutritt ohne Hindernisse: Französische Kernkraftwerke bestehen Greenpeace-Test nicht

Zutritt ohne Hindernisse: Französische Kernkraftwerke bestehen Greenpeace-Test nicht
Cruas-Meysse Nuklearanlage in Frankreich
Eine Gruppe von Greenpeace-Aktivisten bahnten sich den Weg in ein französisches Kernkraftwerk und machten mit der Aktion auf die Sicherheitsmängel der Anlage aufmerksam. Die Umweltschutzorganisation sieht bei allen französischen Nuklearanlagen die gleichen Sicherheitsmängel vorliegen.

Vier Greenpeace-Aktivisten erklommen die Mauern der Nuklearanlage Cruas-Meyesse in der südöstlichen Ardèche-Region. In dem Gebäude, in das die Eindringlinge gelangten, werden hochradioaktive Brennstäbe gekühlt. Ingesamt 22 Aktivisten, die am unbefugten Zutritt beteiligt waren, wurden verhaftet. 

Der Betreiber der Nuklearanlage, der französische Energiekonzern EDF, bestätigte den Einbruch, eine Sicherheitsgefahr bestand aber laut des Konzerns zu keiner Zeit. 

Yannik Rousselet, Leiter der Anti-Nuklearkampagne von Greenpeace in Frankreich teilte gegenüber AFP mit: 

Alles was es braucht, ist ein Loch [im Gebäude] zu machen, um ein Feuer zu entfachen. 

Als die Aktivisten in das Gebäude eindrangen, zündeten sie Fackeln. 

Derzeit stammen 75 Prozent der Energie Frankreichs von Nuklearanlagen. Viele der Anlagen sind veraltet und wurden vor den Terrorgefahren durch den IS erbaut. Ein Drittel der nuklearen Energieerzeuger wird bis 2025 den Betrieb aufgeben. 

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