Lehren aus Stockholm-Anschlag: Schweden will Zäune gegen den Terror bauen

Lehren aus Stockholm-Anschlag: Schweden will Zäune gegen den Terror bauen
Zäune zum Schutz des Social Summit der EU in Göteborg, Schweden, 15. November 2017.
In schwedischen Großstädten sollen spezielle Zäune Passanten künftig vor Terrorangriffen schützen. Terrorangriffe wie jener vom April in Stockholm sollen sich nicht wiederholen, als ein Attentäter mit einem Van fünf Menschen in einer Einkaufsstraße tötete.

Die schwedischen Städte sollen sicherer werden und die Menschen vor Terroristen geschützt sein, die mithilfe von Fahrzeugen Attentate verüben. Ein erneuter Anschlag wie im April, bei dem ein Mann mit einem gestohlenen Van absichtlich in eine Gruppe von Passanten fuhr, soll verhindert werden. Neben mehr Überwachung und Barrikaden ist zu diesem Zweck geplant, spezielle Zäune zu errichten. Denn einfache Barrikaden sind, wie das jüngste Terrorattentat in New York zeigte, nicht effektiv genug. Für seinen Anschlag nutzte der Attentäter mit seinem Fahrzeug den barrierefreien Radweg.

Fußgänger in Stockholm, Schweden, 5. Juni 2014.

Tomas Eneroth, der schwedische Minister für Infrastruktur, hofft, dass die smarten Zäune schon im kommenden Jahr errichtet werden können. Diese sollen, so die Planung, in der Lage sein, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu verringern oder diese zum Anhalten zu zwingen. 

Daniel Halldén, Stockholms Transportbeauftragter, erklärt dazu: 

Die Sicherheit in unseren Fußgängerbereichen hat sich verbessert. Direkt nach dem Terrorattentat haben wir mehr Barrikaden aufgestellt und darüber hinaus schwere Versionen in Auftrag gegeben, die nächstes Jahr kommen werden. Was wir aber brauchen, ist ein System, das dafür sorgt, dass keine schweren Fahrzeuge in das Stadtzentrum fahren können, ohne dass eine Box ihre Geschwindigkeit reguliert. Sollte ein Lkw zu schnell in einen Verbotsbereich fahren, würde dieser angehalten werden. 

Die Technologie sei da, so Halldén. Diese müsse aber noch ihren Test im größeren Umfang bestehen.