Deutsche Neonazis schließen sich als Söldner rechtsextremistischer Asow-Miliz in Ukraine an

Deutsche Neonazis schließen sich als Söldner rechtsextremistischer Asow-Miliz in Ukraine an
Immer mehr deutsche Söldner mit nationalistischer Gesinnung schließen sich dem rechtsextremistischen Freiwilligen-Bataillon „Asow“ in der Ukraine an. Dort wollen sie im Kampf gegen pro-russische Selbstverteidigungskräfte „Europa vor dem Aussterben“ bewahren, wie Spiegel Online am Samstag berichtet.

Die rechtsextreme Miliz erfährt nicht nur aus Deutschland Unterstützung, sondern aus ganz Europa. Sicherheitsbehörden informieren, dass das Freiwilligen-Bataillon inzwischen eine Söldner-Kampfstärke von über 2.500 Mann erreicht hat. Noch 2014 kämpften in den Reihen der Miliz rund 850 Söldner.

Radikale Nationalisten vor der Sberbank in Kiew am 13. März 2017.

Damit verdreifachte sich in nur wenigen Jahren die Truppenstärke fast. Genaue Angaben über die Anzahl deutscher Söldner, die sich dem Asow-Bataillon angeschlossen haben, wurden nicht gemacht.

Eine großangelegte Rekrutierungsoffensive machte das rasante Wachstum möglich. Laut Spiegel wurde mit der „Rückeroberung Europas“ geworben.

Auch an deutsche Neonazis richtet sich der Werbespruch. „Die Werbeoffensive der ukrainischen Kämpfer hat offenbar Erfolg“, schreibt das Nachrichtenportal und verweist auf einen deutschen Neonazi, der aus Ostdeutschland kommen soll. Jan K., auf den sich der Spiegel als Beispiel beruft, warb auf Facebook in Kampfmontur mit dem Abzeichen des Asow-Bataillons für die ukrainische Nazi-Miliz in rechten deutschen Kreisen.

Auf einem Rechtsrock-Festival, das im Juli im thüringischen Themar stattgefunden hat, wurden auch Flyer verteilt, die zum Asow-Beitritt aufriefen. Konkret wurde auf dem Flyer in Deutsch dazu eingeladen, „in die Reihen der Besten“ einzutreten. Das wäre notwendig, um „Europa vor dem Aussterben“ zu bewahren.