USB-Stick mit geheimen Daten des Flughafens Heathrow auf der Straße gefunden

USB-Stick mit geheimen Daten des Flughafens Heathrow auf der Straße gefunden
Die Zuständigen des Flughafens Heathrow untersuchen, wie ein USB-Stick mit über 170 teils vertraulichen Dokumenten auf eine Straße in West-London gelangen konnte. Ein Mann soll ihn dort gefunden und einem Journalisten der Zeitung The Mirror überreicht haben.

Die Verantwortlichen des Flughafens erklärten in Anbetracht des Vorfalls, sie hätten eine interne Untersuchung eingeleitet und überprüften alle Sicherheitspläne, um sicherzustellen, dass "Heathrow sicher bleibt".

Wir haben eine interne Untersuchung angeordnet, um zu verstehen, wie das passiert ist, und wir ergreifen Maßnahmen, um ähnliche Ereignisse in der Zukunft zu verhindern", teilte ein Sprecher des Flughafens der Nachrichtenagentur AFP mit.

Den Berichten der Zeitung The Mirror zufolge enthielt der USB-Stick 2,5 GB Daten oder mindestens 174 Dokumente, einschließlich Karten, Videos und Dokumenten, die in 76 Ordnern sortiert worden seien. Das Speichermedium war nicht verschlüsselt oder mit einem Passwort geschützt.

Experten sprechen von "großer Sicherheitslücke"

Die Inhalte betreffen Maßnahmen, die zum Schutz der Königin Elizabeth II. oder von Mitgliedern des Kabinetts und ausländischen Würdenträgern getroffen worden seien. Zudem enthielt der Datenträger angeblich auch detaillierte Zugriffsprotokolle für verschiedene Teile des Flughafens, die Schichtpläne der Sicherheitspatrouillen und die Aufstellungsorte der Überwachungskameras, berichtet der Mirror.

Die Zeitung gibt zudem Kommentare von Sicherheitsexperten wieder, die den Vorfall als Zeichen einer "großen Sicherheitslücke" bezeichnen. Das Blatt spekuliert zudem darüber, wie viel Zeit es einen Menschen wohl gekostet haben könnte, eine derartige Sammlung zusammenzustellen. Die Informationen, die sich auf dem Stick befunden haben, könnten der Zeitung zufolge für Händler wertvoll sein, die im Darknet operieren.

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Großbritannien befürchtet weitere Terrorakte

In Großbritannien gilt nach mehreren vom IS inspirierten Anschlägen noch immer eine hohe Alarmstufe. Der letzte Anschlag fand am 15. September statt, als eine selbstgemachte Bombe an der U-Bahnstation Parsons Green detonierte. Dabei wurden 30 Menschen verletzt. MI5-Generaldirektor Andrew Parker sagte am Anfang des Monats, die gegenwärtige terroristische Bedrohung für das Land sei die schlimmste seiner bislang 34-jährigen Karriere.