„Puigdemont, fahr zur Hölle“: Tausende protestieren in Barcelona gegen Unabhängigkeit

„Puigdemont, fahr zur Hölle“: Tausende protestieren in Barcelona gegen Unabhängigkeit
Am Sonntag versammelten sich tausende Menschen, um gegen die Unabhängigkeit Kataloniens zu demonstrieren
Zwei Tage nach dem Unabhängigkeitsvotum des katalanischen Parlaments versammelten sich am Sonntag tausende Gegner der Loslösung von Spanien zu einer Demonstration in Barcelona. RT Deutsch ist ebenfalls vor Ort, um die Proteste zu dokumentieren.

Am Freitag hatte das katalanische Regionalparlament in einer geheimen Abstimmung mehrheitlich für die Unabhängigkeit von Spanien gestimmt. Demnach unterstützten 70 Abgeordnete die Abspaltung, weitere zehn waren dagegen und zwei enthielten sich der Stimme.

Der spanische Premier Mariano Rajoy sprach nach der Entscheidung des katalanischen Parlaments von einem „Verbrechen“. Wenige Stunden später aktivierte Madrid erstmals in der spanische Geschichte den Artikel 155 der Verfassung, wodurch auch die übrigen Mitglieder der nach Unabhängigkeit strebenden Regionalregierung in Barcelona offiziell abgesetzt wurden. Die Übernahme verlief bislang ohne größere Proteste.

Der von der Zentralregierung in Madrid abgesetzte katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont, rief die Befürworter der Abspaltung daraufhin am Samstag zu „friedlichem Wiederstand“ mit demokratischen Mitteln gegen die Zwangsverwaltung durch Madrid auf.

In einer Fernsehansprache versicherte Puigdemont ferner, er werde weiter für den Aufbau eines „freien Landes“ arbeiten. Die schriftliche Fassung der Ansprache war unterzeichnet mit: Carles Puigdemont, Präsident der Generalitat (Regierung) Kataloniens.

Demonstranten gegen die Unabhängigkeit Kataloniens versammeln sich in Barcelona

Am Sonntag machten nun vor allem Demonstranten gegen die Unabhängigkeit Kataloniens ihrem Unmut Luft:

Bei weitem nicht alle Katalanen befürworten die Unabhängigkeit ihrer Heimat

Puigdemont, fahr zur Hölle“, riefen die Demonstranten am Sonntag auf den Straßen Barcelonas.

Derweil kündigte Spaniens Ministerpräsident Rajoy für den 21. Dezember Neuwahlen in Katalonien an.

Demonstranten machem ihrem Unmut über die ausgerufene Unabhängigkeit Kataloniens Luft