Norwegen: Gebiet aus dem Kalten Krieg wird Schauplatz spontaner Militärübung

Norwegen: Gebiet aus dem Kalten Krieg wird Schauplatz spontaner Militärübung
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg posiert mit der norwegischen Premierministerin Erna Solberg in Brüssel, Belgien, 21. Januar 2015.
Im norwegischen Skibotn, Schauplatz des Kalten Krieges, trainieren derzeit 2.000 norwegische Soldaten in einem spontanen Manöver den Krieg und bereiten sich auf ein NATO-Manöver vor. Im Jahr 2018 wird Norwegen zum Ort des Großmanövers "Trident Juncture".

Am Dienstag ging es los. Etwa 2.000 norwegische Soldaten der nördlichen Brigade haben bereits mit ihrem Manöver oberhalb des nördlichen Polarkreises im norwegischen Skibotn begonnen. Während des Kalten Krieges galt dieser Ort als einer von strategisch wichtiger Bedeutung in einem Kriegszenario, dem zufolge die vermeintlich drohende sowjetische Invasion vom Nordosten her durch das finnische Lappland verlaufen könnte. 

Mehrere Brigaden, darunter die motorisierte Infanterie, bewaffnete Fahrzeuge, Artillerie, Logistik, Kommunikation, Medizin, Gefechtsingenieure und Aufklärung sind Teil des Trainings. Die nördliche Brigade ist in Troms stationiert und hat sich an das Training in arktischer Umgebung angepasst. Bis zum Ende der Woche wird die Übung noch andauern. Das letzte Manöver dieser Art fand im Mai statt. Dabei trainierten Soldaten westlich von Narvik. In ein paar Jahren soll der Flughafen nahe Narvik Kampfflugzeuge des Typs F-35 und Aufklärungsflugzeuge beherbergen. 

Das Training ist auch eine Vorbereitung auf das NATO-Manöver 2018. "Trident Juncture" wird im kommenden Jahr mit 35.000 Soldaten aus 30 Nationen zwischen Oktober und November auf norwegischem Boden abgehalten. Die internationale Übung findet alle drei Jahre statt. Der Fokus liegt dabei auf dem Training unter harten klimatischen Bedingungen. 

Trident Juncture 2015 in Spanien: