Boris Johnson kritisiert Auftritte britischer Politiker bei "Russia Today"

Boris Johnson kritisiert Auftritte britischer Politiker bei "Russia Today"
Boris Johnson
Der britische Außenminister Boris Johnson kritisiert die Auftritte von britischen Politikern bei RT, denn dort sei alles "Propaganda". Dabei vergaß er, dass sein eigener Vater bei RT zu Gast mit seinem Anti-Brexit Buch war, in welchem er seinen Sohn scheinbar karikierte.

Im letzten Monat trat der Vater des britischen Außenministers Boris Johnsons bei RT auf. Am Dienstag sagte Boris Johnson im Unterhaus: 

Wenn man den Output von Russia Today betrachtet und wenn dazu die derzeitige Pressesituation in Russland, ist es ein Skandal, dass Mitglieder gegnerischer Parteien weiterhin diese Art von Propaganda dadurch legitimieren, dass sie bei diesen Programmen auftreten. Ich bin mir bei meinem interministeriellen Team sicher, dass dies niemand tut. 

Aber auch eine Zahl von Tory-Politikern traten zuvor bei RT auf. Hierunter waren: Mike Freer, der Waliser David Davies und Nigel Evans.

Letzten Monat sprach Stanley Johnson, Vater von Boris Johnson, im RT-Programm "Going Underground" über sein anti-Brexit Buch "Kompromat" und diskutierte, die Ähnlichkeit der Charaktere im Buch mit seinem Sohn. Die Moderatorin Afshin Rattansi und der Vater Johnsons scherzten über die Ähnlichkeit zwischen "Harry Stokes" aus dem Buch und seinem Sohn Boris. Mit wirrem Blondschopf ist "Harry Stokes" ehemaliger Bürgermeister Londons und avanciert im Verlauf zum Außenminister. Johnson Senior schreibt: "egal wohin er ging, bewegt er die Massen". 

Margarita Simonyan, RT’s Chefredakteurin, antwortete auf Johnsons Aussagen gegen RT: 

Es wäre erstaunlich gewesen, wenn es nicht so banal gewesen wäre: Boris Johnson übt seine Redefreiheit aus, um Politiker zu beleidigen, die ihr Recht ausüben, indem sie mit RT sprechen. 

Mehr Lesen:  Fake-Entlassung: Prankster "kündigt" Theresa May im Namen von Boris Johnson [VIDEO]