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Katalonien-Krise: Befürworter der Unabhängigkeit empört über Festnahmen

Katalonien-Krise: Befürworter der Unabhängigkeit empört über Festnahmen
In zahlreichen Städten Kataloniens werden heute Unabhängigkeitsanhänger gegen die Festnahme zweier führender Separatisten durch spanische Gerichte protestieren. Der katalanische Regierungschef sprach von "politischen Gefangenen." Das katalanische Fass droht überzulaufen.

Die Anhänger der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung reagierten empört auf den Entschluss der spanischen Justiz, die Chefs der zwei großen katalanisch-separatistischen Organisationen zu verhaften. Hintergrund sind Vorwürfe, die beiden hätten sich "aufrührerisch verhalten". Der Chef der katalanischen Polizei, gegen den auch ähnliche Beschuldigungen vorliegen, wurde dagegen nicht verhaftet, obgleich nur unter strikten Auflagen.

Die katalanische Aktivistin Liz Castro berichtete, dass die Einwohner ihres Wohnviertels nach dem Urteil spontan mit Töpfen und Pfannen ihrem Unmut Luft machten. 

Diese Proteste sind seit dem harten Vorgehen der spanischen Polizei inzwischen zu einem festen Bestandteil des nächtlichen Straßenbildes in Katalonien geworden.

Einige Katalanen demonstrierten auch am selben Abend auf den Straßen ihrer Städte.

Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont äußerte sich auf Twitter zu den Festnahmen. Die Katalanen hätten "leider wieder politische Gefangene". Madrid droht, ab Donnerstag dieser Woche die Regionalregierung und damit die Autonomie Kataloniens zu suspendieren.

Auch Julian Assange, Chef von Wikileaks, kommentierte die Geschehnisse. Wie Puigdemont sprach er davon, dass die Madrider Regierung jetzt politische Gefangene schaffe.

Für heute Abend sind in vielen katalanischen Städten weitere Proteste angekündigt. Der Katalonien-Konflikt droht, sich zu verschärfen. 

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