Italienerin erhält Krankenschein zur Pflege ihres erkrankten Vierbeiners

Italienerin erhält Krankenschein zur Pflege ihres erkrankten Vierbeiners
Eine Frau kümmert sich um ihren kranken Hund in Peking; 23. Januar 2006.
Vor Gericht erstritt sich eine Italienerin das Recht, sich um ihren kranken Hund kümmern zu dürfen, und einen dazugehörigen Krankenschein. Das italienische Gericht gab der Klägerin recht und wertete dies als entsprechende familiäre Notsituation.

Unterstützung hatte die Frau aus Rom durch das Anti-Vivisektionsbündnis (LAV) erhalten. Die LAV gehört zu den größten Tierschutzgruppen innerhalb Europas. Ein Gericht in Rom urteilte nun, dass die Klägerin zwei Tage ihrer Arbeit an der Universität befreit werden dürfe, und zwar auf Grund von "ernsthaften und persönlichen Familienangelegenheiten".

Der Präsident von LAV, Gianluca Felicetti, erklärte dazu: 

Es ist ein signifikanter Schritt vorwärts, der festlegt, dass Tiere, die nicht für den finanziellen Gewinn oder ihre Arbeitsfähigkeit gehalten werden, nun als Familienmitglieder gelten.  

Zum Sieg im Rechtsstreit verhalf der Klägerin eine Vorschrift des italienischen Strafgesetzbuches, nach der Menschen Strafe droht, die Tiere vernachlässigen. Hierauf steht bis zu einem Jahr Freiheitsentzug und eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro. 

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