Europarat-Beobachter Hunko nach Rückkehr aus Katalonien: „Diese Form der Gewalt nicht erwartet“

Europarat-Beobachter Hunko nach Rückkehr aus Katalonien: „Diese Form der Gewalt nicht erwartet“
Polizisten bewachen den Auszug ihrer Kollegen aus einem Hotel nördlich von Barcelona. Viele katalanische Hotelbesitzer wollen keine spanische Polizei beherbergen. Vor Hotels, in denen Polizisten einquartiert waren, kam es immer wieder zu Protesten
Die Staatskrise in Spanien eskaliert weiter. Der Europapolitische Sprecher der Linken, Andrej Hunko, war während des Unabhängigkeitsreferendums in Barcelona. Die Polizeigewalt, die er dort beobachtet hat, bezeichnete er als brutal und erschütternd.

Gleichzeitig sei er Zeuge von einem breit getragenen Wunsch der Bevölkerung geworden, über den Status von Katalonien abstimmen zu dürfen. Hunko kritisiert, dass weder die EU noch die Bundesregierung in dem Konflikt vermitteln wollen. Stattdessen sei es zu einem Schulterschluss Berlins mit der Zentralregierung in Madrid gekommen. Die Situation in Katalonien erinnert Hunko an die Unabhängigkeitsbewegung in der Ostukraine, die nach dem gewaltsamen Sturz des Präsidenten Janukowytsch ihren Ausgang nahm und in einem Bürgerkrieg mündete. „Dazu darf es in Katalonien nicht kommen“, mahnt der Bundestagsabgeordnete. 

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