USA stellen 500 Mio. Dollar zur Aufrüstung ukrainischer Armee bereit: Für Befreiungskrieg im Donbass

USA stellen 500 Mio. Dollar zur Aufrüstung ukrainischer Armee bereit: Für Befreiungskrieg im Donbass
Kiew wird 500 Millionen Dollar aus Washington für Sicherheit und Verteidigung sowie tödliche Waffen und militärische Ausrüstung erhalten. Das verkündete der ukrainische Präsident. Russland betont, dass die Entscheidung zu einer Eskalation des Konflikts im Südosten der Ukraine führen könnte.

Petro Poroschenko erklärte auf Facebook, dass der US-Senat beschlossen hat, der Ukraine 500 Millionen US-Dollar für Sicherheit und Verteidigung bereitzustellen. Diese Maßnahme ist Teil des Gesetzentwurfs des Verteidigungshaushaltsplans der Vereinigten Staaten für 2018, dem der Senat zustimmte. Der Politiker behauptet, dass die US-Waffen dazu beitragen werden, den Donbass zu "befreien".

Mehr lesen:UN-Generalversammlung: Lawrow und Tillerson sprechen über Syrien und die Ukraine

Der US-Senat genehmigte den Gesetzentwurf 'National Defense Authorization Act für 2018', in dem vorgesehen ist, 500 Millionen US-Dollar bereitzustellen, um die Ukraine auf dem Gebiet der Sicherheit und Verteidigung zu unterstützen", schrieb der Politiker.

Dieser Betrag umfasst auch die Lieferung von tödlichen Waffen und die medizinische Versorgung für verletzte Militärs, wie das ukrainische Staatsoberhaupt behauptet.

Der Gesetzentwurf erlaubt die Bereitstellung von tödlichen Waffen defensiver Natur an unser Land. Es enthält auch Bestimmungen, die die Verwendung von Mitteln aus dem US-Verteidigungsbudget für die Rehabilitation von verwundetem ukrainischen Militärpersonal in medizinischen Einrichtungen in den Vereinigten Staaten, sowie die Stärkung der Fähigkeit der Luft- und Seestreitkräfte unseres Staates ermöglichen", so Poroschenko weiter.

Unter den Verteidigungsmitteln, die die US-amerikanische Seite beabsichtigt, der Ukraine zu übertragen, nennt er Radartechnik für die Luftverteidigung und Überwachung der Situation auf der Wasseroberfläche, Anti-Seeminen-Mittel und Schiffe der Küstenwache.

Auch interessant: Ein Wasserfall an Waffen: Wie der Westen Syrien zerstört

Alexander Neu, der verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zieht eine Bilanz der letzten vier Jahre Außen- und Sicherheitspolitik unter der Großen Koalition.

Der Befreiungskrieg im Donbass

Zur gleichen Zeit spezifizierte der Präsident nicht, welche "tödlichen Waffen defensiver Natur" die Ukraine hofft, von den Vereinigten Staaten zu erhalten. Allerdings sagte er, dass es Kiew helfen würde, "den Donbass zu befreien".

"In erster Linie können US-amerikanische Waffen uns helfen, den Donbass zu befreien und ukrainische Territorien zurückzuholen", sagte der Politiker beim Besuch der US Military Academy West Point.

Darüber hinaus versprach er, dass sich die ukrainische Armee mit der Hilfe der Vereinigten Staaten innerhalb von drei Jahren in "eine der stärksten" auf dem Kontinent verwandeln wird. Bisher nimmt die Ukraine in der Rangliste militärischen Stärke, der "Global Firepower-Liste", nur den 30. Platz ein. Das Land liegt damit unter ungefähr der Hälfte der NATO-Länder, zu denen auch das benachbarte Polen (18. Platz) gehört.

Gefährliche Absichten

Der Vorsitzende des Föderationsrates im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten Wladimir Dschabarow sagte in einem RT-Interview: 

"Das zeigt, dass Poroschenko zum Krieg geneigt ist. Wenn also die ganze Welt sagt, dass wir über die Sicherheit nachdenken müssen, spricht Poroschenko über das Kämpfen. Gegen wen er beabsichtigt, die Waffen einzusetzen, ist klar: Erstens vor allem gegen sein eigenes Volk im Südosten der Ukraine. Und zweitens visiert er eindeutig Russland an, dem er die Schuld in Allem zuschreibt. Ich denke, das ist eine sehr gefährliche Entscheidung des US-Senats sowie Poroschenkos selbst", so Dschabarow.

Lesen Sie außerdem:Ukrainischer Wirtschaftsexperte: Milliarden-Kredite des IWF bewirken Ausverkauf des Landes

Der Politiker stellte außerdem fest, dass die Lieferung von tödlichen Waffen in die Ukraine eine Atmosphäre des Wettrüstens schafft: "Ein Wettrüsten zu starten, und Europa zu einem potentiellen Kriegsfeld zu machen - vor allem dort, wo es Länder gibt (ich meine Russland), die Atomwaffen besitzen - ist extrem gefährlich."

Im Gegenzug betonte der erste stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma, Andrej Krasow, dass Kiew über die Umsetzung der Minsk-Abkommen nachdenken sollte.

"Dafür ist es gar nicht nötig, die Streitkräfte der Ukraine umzurüsten oder neu auszustatten. Sie müssen nur diese Vereinbarungen einhalten und die Abmachungen erfüllen, die es bereits gibt. Was die Hilfe der USA angeht, so ist es für die USA wahrscheinlich profitabel, dass dieser Krisenherd weiter brennt und das Blutvergießen weiterhin auf ukrainischem Boden stattfindet", sagte Krasow.