Attentäter von Stockholm Rachmat Akilow bleibt weiterhin in U-Haft - Urteilsspruch am 28. September

Attentäter von Stockholm Rachmat Akilow bleibt weiterhin in U-Haft - Urteilsspruch am 28. September
Zeichnung aus dem Gerichtssaal den Attentäter Rakhmat Akilov porträtierend, Stockholm, Schweden, 11. April 2017.
Nach einer kurzen Verhandlung in Stockholm wurde entschieden, dass der Attentäter von Stockholm wegen seiner Terrortat in Haft bleibt. Am 7. April tötete er mit einem Lkw vier Menschen. Zu der Tat zeigte er sich geständig und widersetze sich seiner Verhaftung nicht.

Rachmat Akilow stammt aus Usbekistan und war ein von den Behörden abgelehnter Asylbewerber. Er entging seiner Abschiebung durch falsche Identitäten. Heute wurde entschieden, dass er weiterhin in U-Haft bleiben muss, aufgrund seiner Terrortat. Währenddessen wird er isoliert. Er darf keinen Zugang zu Nachrichten haben. Ob er Besuch empfangen darf, muss noch entschieden werden. Der Staatsanwalt Hans Ihrman hatte eine Verlängerung der U-Haft eingefordert, der heute stattgegeben wurde. 

Akilow hat 15 Menschen durch das Attentat verletzt, und vier getötet. Der 39-Jährige war einer von 12.000 Personen, denen die schwedische Einwanderungsbehörde "Migrationsverket“ eine Absage seines Asylgesuchs erteilte und die danach, anstatt das Land zu verlassen, vom Radar der Behörden verschwanden. Die schwedischen Behörden fürchten, dass diese Zahl der Untergetauchten in den kommenden Jahren noch weiter steigen wird.

Akilow hatte angegeben, dass er "Ungläubige" überfahren wollte und er seine Tat auf Befehl des Islamischen Staates ausführte. Nach dem Attentat war er zunächst flüchtig. Die beliebte Einkaufsstraße Drottningsgatan verließ er nach dem Anschlag mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei der Anmiete eines Fluchtfahrzeugs verständigte der Vermieter die Polizei, da sich Akilow auffällig verhalten habe, seine Verhaftung folgte. Ein Urteil ist für den 28. September angesetzt. Dieses wurde immer wieder verschoben und Kritik an der schwedischen Justiz wurde laut. Akilow muss sich neben seiner Terrortat auch wegen weiterer Vergehen verantworten. Während seiner Vernehmung im April sagte er, dass die Bombardierung Syriens aufhören müssen. 

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