525.000 Euro Sozialhilfe kassiert: Hassprediger wünscht Christen, Juden und Russen die Zerstörung

525.000 Euro Sozialhilfe kassiert: Hassprediger wünscht Christen, Juden und Russen die Zerstörung
Bildquelle: Islamrat/Flickr
Ein Imam libyscher Abstammung hat in einer schweizerischen Moschee ein kontroverses Stoßgebet gemacht. Er rief Gott dazu auf, „Juden, Christen, Hindus und Russen“ zu zerstören. Der Mann soll in 13 Jahren 600.000 Franken Sozialhilfe erhalten haben. Nun droht ihm die Abschiebung.

„Oh Gott, ich bitte Dich, die Feinde unserer Religion zu zerstören. Zerstöre die Juden, Christen, Hindus, Russen und die Schiiten“, betete der Prediger Abu Ramadan laut einer Aufnahme vor, die im Schweizer Fernsehen kursiert. Laut der „Rundschau“ handelt es sich um eine Freitagspredigt in der Stadt Biel. Der radikale Islamist warnt:

Wer sich mit einem Ungläubigen anfreundet, ist verflucht bis zum Tag des Jüngsten Gerichts.“

RT sprach mit dem Redakteur der „Rundschau“ Georg Häsler, der gemeinsam mit dem Tagesanzeiger die belastenden Aussagen von Abu Ramadan enthüllte. Demnach bezog der Hassprediger rund 600.000 Schweizer Franken in Sozialhilfeleistungen über die vergangenen 13 Jahre.

„Abu Ramadan erhielt 600.000 Franken Sozialhilfe hier in der Schweiz. Das ist bekannt. Das ist die Zahl, die wir bestätigen können. Er hat kein Deutsch oder Französisch gelernt. Es ist nicht möglich, ihn auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren“, sagte Häsler gegenüber RT. „Natürlich schließen ihn seine Ansichten nicht von der sozialen Wohlfahrt aus, aber er bezieht Geld von der Gesellschaft, gegen die er predigt.“

Das politische Asyl und eine Aufenthaltserklärung erhielt der 64-jährige Libyer im Jahr 2003. Im Jahr 1998 floh er aus seiner Heimat. Er tritt in den Städten Biel und Neuenburg als Imam auf. Außerdem hält er Reden im libyschen Fernsehsender Tanasuh-TV, der als islamistisch eingestuft wird. Zudem amtet Abu Ramadan als religiöser Begleiter für das muslimische Reisebüro Arabian Excellence AETS in Genf, berichtet das Nachrichtenportal SRF.

In den sozialen Medien sind zahlreiche Bilder des Hasspredigers aufgetaucht, die ihn beim Besuch von Luxus-Hotels in Saudi-Arabien zeigen.

Der Anwalt von Abu Ramadan reagierte unterdessen auf die Berichterstattung. Gegenüber dem Tagesanzeiger verlautbarte er, dass Abu Ramadan andere Religionen respektiert. „Liebe, Toleranz und Großzügigkeit sind meine Richtlinien in den Beziehungen mit Muslimen und Nicht-Muslimen“, geht aus der Stellungnahme hervor.

Die Stadt Biel reagiert. Marc Spescha, Anwalt und Lehrbeauftragter für Ausländer-Recht an der Universität Fribourg, kommentierte:

Das ist eine massive Störung des öffentlichen Friedens. Man könnte auch sagen: Wird da nicht zu Gewalt aufgerufen?“

Deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit militärischen Ehren in Bamako, Mali, 1. August 2017.

Der Anwalt bewertet die Aussagen von Abu Ramadan als „schwerwiegenden Verstoß“. Auch der Sicherheitsdirektor der Stadt Beat Feurer will beim Staatsschutz Erkundigungen über Abu Ramadan einholen und darauf drängen. Medien sagte er:

Ich persönlich bin der Meinung, dass solche Leute hier nichts zu suchen haben. Man sollte sie ausweisen.“

Das Schweizer Nachrichtenportal „20min“ berichtet, dass sich auch Muslime einschalteten, um gemeinsam gegen den Hassprediger Flagge zu zeigen. Die muslimische Gemeinschaft von Biel lancierte vergangenes Jahr das Projekt Tasamouh. Dieses zielt darauf ab, die Radikalisierung von Jugendlichen zu verhindern. Mediatoren sollen dazu in Schulen, Jugendzentren und Moscheen aktiv werden können.