"Wir werden Dir die Kehle durchschneiden" Gefängnisinsassen drohen Terrorverdächtigem von Barcelona

"Wir werden Dir die Kehle durchschneiden" Gefängnisinsassen drohen Terrorverdächtigem von Barcelona
Der 28-jährige Verdächtige Driss Oukabir, der im Zusammenhang mit den jüngsten Katalonien-Anschlägen steht, bei denen 15 Menschen getötet wurden, bekommt Todesdrohungen von Insassen eines Madrider Gefängnisses, berichten lokale Medien.

"Wir werden Dir die Kehle durchschneiden, wenn du auf den Hof gehst", riefen Gefangene des Soto del Real Gefängnisses in Madrid aus den Fenstern, als sie von Oukabirs Ankunft hörten, berichtet die Tageszeitung El Pais.

 Scheiß Terrorist!", riefen andere.

Oukabir, der sich in seiner Heimatstadt Ripoll der Polizei stellte, sagte einem Richter am Dienstag, dass er den Van gemietet hatte, mit dem während des Terroranschlags in Barcelona am 17. August 13 Personen getötet und etwa 130 weitere auf den beliebten Las Ramblas verletzt wurden. Oukabir behauptet, er dachte, das Auto würde für einen Möbeltransport verwendet.

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Der Richter Fernando Andreu entschied jedoch, dass es "rationale und begründete Anzeichen" für die Beteiligung Oukabirs an dem Anschlag gab. Er wird ohne die möglichkeit einer Kaution wegen Mordes, Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und dem Besitz von Sprengstoff festgehalten.

Oukabir befindet sich zu seinem eigenen Schutz in Einzelhaft.

Die Polizei gibt an, dass acht der zwölf Mitglieder der Terrorzelle, die anfangs gesucht wurden, tot sind. Der mutmaßliche Fahrers des Fahrzeugs, das bei dem Angriff von Barcelona verwendet wurde, der 22-jährige marokkanische Younes Abouyaaqoub, der ebenso von der Polizei erschossen wurde, eingeschlossen. Später wurde festgestellt, dass auch ein größerer Angriff mit Sprengstoffen geplant war. Anscheinend starben zwei vermutete Terroristen bei einer versehentlichen Explosion, als sie versuchten, den Sprengstoff in einem Haus in Alcanar herzustellen. Dem radikalen Imam Albdelbaki Es Satty, einer der beiden Verdächtigen, die bei der Explosion getötet wurden, gelang es noch vor zwei Jahren, der Abschiebung aus Spanien zu entgehen, da ein Richter im Jahr 2015 entschied, dass er "keine wirkliche Bedrohung" darstellte, berichteten lokale Medien.

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Die Verwendung von Fahrzeugen als Waffen ist ein zunehmend populäres Vorgehen, das bei Terroranschlägen verwendet wird. Es ist schwer zu verhindern und erfordert besondere Wachsamkeit. Am Mittwoch wurden zwei Männer in der niederländischen Stadt Rotterdam zur Befragung festgehalten, nachdem ein verdächtiger Van mit Gasflaschen vor einem Konzertort geparkt wurde. Die niederländischen Behörden wurden auf einen Tipp der spanischen Polizei hin aktiv. Bisher deuten jedoch keine Informationen darauf hin, dass der Van in Rotterdam mit dem Anschlag in Barcelona in Verbindung steht. Einer der zwei festgenommenen Männer soll ein Mechaniker sein, der ausging, um etwas zu trinken. Auch der andere wurde nicht wegen einer terroristischen Straftat angeklagt.

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