Nach Anschlag: Tausende Muslime demonstrieren in Barcelona gegen Terror [FOTOS]

Nach Anschlag: Tausende Muslime demonstrieren in Barcelona gegen Terror [FOTOS]
Etwa 2.500 Muslime haben gegen den Terrorismus demonstriert. Der Protest fand in Barcelona, nahe des Anschlagortes, statt. Bei dem Attentat kamen 14 Menschen ums Leben. Etwa 100 weitere wurden verletzt.

Die muslimischen Gemeinden Barcelonas versammelten sich am Montagabend am Plaza de Catalunya. Ihr Ziel war es, die Terroropfer zu unterstützen und den islamistischen Terror zu verurteilen, berichtete die spanische Tageszeitung El Pais.

Bald strömten Menschen aus allen Stadtvierteln zu dem Kundgebungsort. Bis 19 Uhr hatten sich Polizeiangaben zufolge etwa zweieinhalb Tausend Demonstranten zusammengefunden. Der Plaza de Catalunya liegt sehr nahe an Las Ramblas, wo der tödliche Terroranschlag stattgefunden hatte.

Die Demonstranten trugen während ihres Marsches ein Banner mit der Aufschrift: 

Wir sind Muslime, nicht Terroristen"

Bemerkenswert war, dass einige Lokalpolitiker am Protest teilnahmen, etwa der katalanische Parlamentspräsident Carme Forcadell, das katalanische Regierungsmitglied Raul Romeva sowie der erste Vizebürgermeister von Barcelona Gerardo Pisarello.

Es waren Mitglieder aller im katalanischen Parlament und im Stadtrat Barcelonas vertretenen Parteien vor Ort, berichtete El Pais.

Bei dem Anschlag in Barcelona waren am Donnerstag 14 Menschen getötet worden. Wenige Stunden später starb zudem eine Frau in der südwestlich gelegenen Küstenstadt Cambrils, wo wohl ein weiterer Anschlag vereitelt wurde. Die Frau wurde von mutmaßlichen Terroristen auf der Flucht tödlich verletzt, die Täter wurden erschossen.

Younes Abouyaaqoub, der das Tatfahrzeug fuhr, gelang die Flucht. Am Montag teilte die spanische Polizei mit, dass sie ihn in einem Vorort Barcelonas erschossen hat.

Behördenangaben zufolge sind alle zwölf Mitglieder der Terrorzelle, die den Anschalg verübt hatte, entweder tot oder in Gewahrsam. Dies erklärte der katalanische Polizeichef Josep Lluis Trapero am Montag gegenüber Journalisten.