Serbien unter Druck wegen guter Beziehung zu Russland - Vučić: "Wir entscheiden jetzt selbstständig"

Serbien unter Druck wegen guter Beziehung zu Russland - Vučić: "Wir entscheiden jetzt selbstständig"
Aleksandar Vučić in Belgrad, Ende Mai als Premierminister und designierter Präsident
Wegen seiner engen Beziehungen zu Russland steht Serbien unter großem Druck vonseiten der "Großmächte", sagte der Präsident des Landes, Aleksandar Vučić, in einem Fernsehinterview. Er betonte, Serbien sei mittlerweile ein eigenständig entscheidender Staat.

Der seit Mai als Präsident des Landes amtierende Aleksandar Vučić fand klare Worte in einem Interview mit dem Belgrader TV-Sender "Pink": 

Zum ersten Mal sage ich es auf diese Weise: Es ist nicht mehr möglich, irgendwo im Westen aufzutauchen, ohne dass man nach Russland gefragt wird. Und das, ohne dass die Russen einem vorwerfen, etwas nicht getan zu haben, was sie für ihr Interesse halten und wogegen der Westen auftritt", so Vučić.

Er betonte, dass Serbien ein unabhängiger Staat ist und selbstständig Entscheidungen trifft. Weiterhin merkte er an, dass man ausländische Diplomaten nicht mehr fragen müsse, was in Erklärungen, Resolutionen und anderen Dokumenten zu stehen habe. Eine derartige Praxis gehöre der Vergangenheit hat.

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Es habe Zeiten gegeben, in denen vor einer Regierungssitzung zuerst in einzelnen Botschaften die Tagesordnung besprochen wurde. Vorher konnte die Regierung ihre Sitzung nicht beginnen. Er würde sich schämen, an so etwas teilzunehmen, unterstrich der Präsident, und er sei stolz, dass Serbien in seinen Entscheidungen unabhängig ist.

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