Britische Minister: "Freiheit für Arbeitskräfte aus EU wird nach Brexit enden"

Britische Minister: "Freiheit für Arbeitskräfte aus EU wird nach Brexit enden"
Vorbereitungen für eine Pressekonferenz zum Brexit in Brüssel, Belgien, 20. Juli 2017.
Der britische Einwanderungsminister Brandon Lewis gab bekannt, dass das fundamentale Recht auf Bewegungsfreiheit für Arbeitskräfte innerhalb der EU mit dem Brexit in Großbritannien ab dem Jahr 2019 keine Gültigkeit mehr haben wird.

Außerdem wird ein neues Einwanderungssystem das vorhandene im März 2019 ersetzen.

Die britische Innenministerin Amber Rudd sagte gegenüber den Financial Times: 

Sobald wir die EU verlassen haben, wird die Regierung seine eigenen Einwanderungsgesetze und Voraussetzungen implementieren, die auf die Bedürfnisse britischer Firmen abzielt und auch der breiten Bevölkerung. 

Die Europäische Union und Großbritannien begannen Anfang letzter Woche in Brüssel die zweite Runde der Brexit-Verhandlungen. EU-Chefunterhändler Michel Barnier und der britische Brexit-Minister David Davis betonten vorab ihren Willen, inhaltlich voranzukommen. „Wir müssen jetzt zum Kern der Sache kommen“, sagte Barnier. Davis ergänzte: „Es ist für uns unglaublich wichtig, jetzt gute Fortschritte zu machen.“

Strittig sinddie Bedingungen des für 2019 geplanten EU-Austritts des Vereinigten Königreichs und die Zukunft der EU-Bürger in Großbritannien als auch umgekehrt der Briten in der EU; die finanziellen Forderungen der EU an London, die sich auf bis zu 100 Milliarden Euro belaufen; die künftige EU-Grenze zum britischen Nordirland; und sonstige konkrete Probleme in der Trennungsphase. Begonnen hatten die Gespräche am 19. Juni. Ziel sind ein Abkommen mit den Bedingungen des Austritts und Eckpunkten für künftige Beziehungen. Im Juni 2016 hatte sich eine Mehrheit der britischen Wähler dafür ausgesprochen, die EU nach mehr als 40 Jahren zu verlassen. (dpa)

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