Größtes Militärmanöver in Schweden seit 20 Jahren gemeinsam mit den Amerikanern

Größtes Militärmanöver in Schweden seit 20 Jahren gemeinsam mit den Amerikanern
Schwedische Soldaten auf der Insel Gotland, Schweden, 14. September 2016.
Das größte Militärmanöver seit 20 Jahren wird unter dem Titel "Aurora 17" im September in Schweden abgehalten. Wichtigster ausländischer Teilnehmer sind die USA. Bisher ist Schweden kein Mitglied der NATO, hat aber seit 2016 den NATO-Gastgeberstatus inne.

Die Operation "Aurora 17" beschäftigt sich mit der Möglichkeit eines Angriffs auf Schweden. Schauplatz ist auch die vor der Ostküste Schwedens liegende Insel Gotland. Dieses bei Touristen beliebte Urlaubsidyll soll den ersten schwedische Grund und Boden darstellen, der von Putin und seinen Truppen eingenommen wird. 

Die schwedischen Tagesnachrichten "Dagensnyheter" zitierten Ben Hodges, den obersten Heeresführer der US-Soldaten Europas, der die Wichtigkeit Gotlands teilt:

Ich denke es gibt keine Insel, die wichtiger ist." 

Vom 11. bis zum 29. September nehmen 19.000 schwedische Soldaten gemeinsam mit 2.000 ausländischen hieran teil, darunter sind 1.435 US-Soldaten neun verschiedener Einheiten. Ben Hodges stattete der Insel Gotland einen Besuch ab, bei dem er den schwedischen Tagesnachrichten gegenüber sagte, dass die Übung auf der Insel ein wichtiges Signal der "Sicherheit und Stabilität" senden werde. 

Schwedisches Militär patrouilliert außerhalb der Stadt Visby auf der Insel Gotland, 14. September 2014.

Die Ankündigung der permanenten Stationierung von Soldaten auf der Insel hat Schweden bereits Wirklichkeit werden lassen. Hier entstand ein neues Bataillon. Die ersten 120 Soldaten sind bereits auf der Insel.

Ein schwedischer Journalist beschreibt seine Beobachtungen und fühlt sich an Kämpfe im Balkan erinnert. Der Angreifer, der in dem Kriegsszenario von "Aurora 17" Schweden angreift, ist fiktional, aber soll unausgesprochen Russland darstellen. Bei dem Manöver im September übernehmen die Amerikaner die Rolle des mit rot gekennzeichneten Angreifers. Die Verteidigung hat die Farbe blau. 

Seit Hodges seine Position 2014 in Europa bezog, warnte er vor der russischen Militärmacht. 

Es ist normal für uns zu üben. Wir haben kein Interesse an Aggressionen."

Auf die Frage eines schwedischen Journalisten, ob die Handlungen des US-Militärs nicht als aggressives Verhalten gesehen werden könnten: 

Sie (Russland) wird es nicht mögen, dass wir hier sind, aber wir sind keine Bedrohung für sie. Warum die Panzer nun zurück sind? Russland hat die Sicherheitslage geändert. Wir müssen darauf reagieren. Es sind nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern die gesamte NATO." 

Zu der Entwicklung, dass Schweden Truppen auf Gotland positioniert hat, sieht sich Hodges in seiner Bedrohungstheorie bestätigt. 

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