IS bekennt sich zu gescheiterten Anschlägen in Paris und Brüssel

IS bekennt sich zu gescheiterten Anschlägen in Paris und Brüssel
Flagge des IS ( Symbolbild)
Die Terrororganisation "Islamische Staat" bekennt sich zu den jüngst gescheiterten Anschlägen in Europa. Zwar geht die Anzahl der Anschläge der Terrormiliz in Westeuropa zurück. Allerdings endeten diese häufiger tödlich. Auch Deutschland ist betroffen.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat sich zu den erfolglosen Anschlagsversuchen in Paris und Brüssel bekannt. In dem Propaganda-Magazin Rumiyah ("Rom") beansprucht der IS die beiden im Fastenmonat Ramadan verübten Taten für sich, schrieb die auf Analyse dschihadistischer Propaganda spezialisierte US-Plattform Site am Donnerstag. Die Terrormiliz habe neue Drohungen ausgesprochen.

Am 19. Juni hatte ein 31-jähriger Mann auf dem Champs Elysees in Paris ein mit Gasflaschen und Waffen beladenes Auto in einen Polizeiwagen gesteuert. Nur der Täter starb dabei. Tags darauf wurde in Brüssel ein 36 Jahre alter Mann im Zentralbahnhof erschossen, nachdem er versucht hatte, einen Koffer mit Gasflaschen und Nägeln in einer Gruppe von Menschen in die Luft zu jagen. Auch dort wurde außer dem Täter niemand verletzt.

Abu Bakr al-Bagdadi hatte sein Kalifat unter dem Banner "Islamischer Staat" vor drei Jahren in der al-Nuri-Moschee in Mossul ausgerufen. Die Entstehung wird mit den Folgen des Angriffskriegs auf den Irak im Jahr 2003 in Verbindung gebracht.

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Zwar sind Terroranschläge in Westeuropa im Jahr 2016 zurückgegangen. Doch wie die Nachrichtenseite Reuters unter Bezug auf Daten aus der Globalen Terrorismus-Datenbank meldete, verlaufen solche Gräueltaten weitaus häufiger tödlich. Demnach kam es in Europa zu 30 Terroranschlägen mit Todesopfern. Dies macht 11,2 Prozent von insgesamt 239 Anschlägen aus.

Allen voran stand das Vereinigte Königreich, wo Angriffe im Jahr 2016 und im Jahr 2013 zu neun und vier tödlichen Vorfällen führte. Im vergangenen Jahr folgten Deutschland, Frankreich und andere Länder. Nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) muss in Deutschland vor allem mit Angriffen von Einzelpersonen oder Terrorgruppen gerechnet werden. 

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