Junckers Wutausbruch: "Das Europäische Parlament ist lächerlich, sehr lächerlich!"

Junckers Wutausbruch: "Das Europäische Parlament ist lächerlich, sehr lächerlich!"
Der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte am Dienstag einen Wutausbruch im kaum besetzten EU-Parlament. „Das EU-Parlament ist lächerlich“, empörte sich Juncker über die Anwesenheit von nur 30 der insgesamt 751 EU-Volksvertretern. Die meisten Politiker blieben der Sitzung trotz erheblicher politischer Herausforderungen in Europa fern.

Angesichts einer Vielzahl von leeren Sitzen bei einer Plenarsitzung des Straßburger Parlaments schimpfte Juncker auf Französisch:

„Das Europäische Parlament ist lächerlich, sehr lächerlich. Ich begrüße diejenigen, die die Anstrengung auf sich nahmen und kamen, aber die Tatsache, dass nur etwas 30 Abgeordnete an der Debatte teilnehmen, ist genug, um zu zeigen, dass das Parlament nicht ernst zu nehmen ist.“

Die Tagesschau kommentierte gehässig über die Kritik von Juncker:

Tatsache ist: Juncker hat heute kurzzeitig das verloren, was ihn eigentlich auszeichnet - seine Coolness.“

Das Interesse der EU-Parlamentarier war nicht groß genug, um den Mitteilungen des Premierministers aus Malta, dem kleinesten EU-Mitglied, zu lauschen.

„Wenn Herr Muscat Frau Merkel wäre oder der Herr Macron, dann hätten wir ein volles Haus gehabt“, beanstandete Juncker.

Der EU-Kommissionspräsident wurde vom Präsidenten des EU-Parlaments Antonio Tajani unterbrochen. Tajani forderte Juncker, „respektvoller“ zu sein. „Herr Präsident, sie können das Parlament kritisieren, aber es ist nicht die Aufgabe der Kommission, das Parlament zu kontrollieren“, sagte Tajani.

Vom Desinteresse im Straßburger Parlament empört, nannte Juncker die Aussagen Tajanis „lächerlich“.

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